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Daimler: Diese Investition ist keine schlechte Idee!

Lieber Leser,

ungeachtet der durch die vergleichsweise niedrigen Energie- und Metallpreise in Russland ausgelösten Wirtschaftskrise hat Daimler nach wie vor Vertrauen in das Land. Und das nicht zu unrecht. Zwar verkauften auch die Schwaben 2016 weniger Fahrzeuge als im Jahr zuvor. Im Vergleich zum gesamten russischen Automarkt, der in den zurückliegenden vier Jahren um 11% geschrumpft ist, hielt sich das Minus bei Mercedes jedoch in einem gut zu vertretenden Rahmen.

Ab 2019 erste Mercedes-Fahrzeuge made in Russia

Gefragt bleiben vor allem teure Limousinen sowie große Geländewagen. Autos dieser Kategorien wird Daimler ab 2019 in seinem ersten Autowerk im Putin-Staat unweit von Moskau produzieren. Die Investitionskosten für die Fabrik, in der nach Fertigstellung etwa 1.000 Mitarbeiter benötigt werden, belaufen sich auf gut 250 Mio. Euro.

Rubelschwäche senkt Produktionskosten

Die Entscheidung für Russland als Produktionsstandort ist unabhängig von den inländischen Absatzperspektiven keine schlechte Idee. Denn dadurch fallen die Produktionskosten im nach wie vor schwachen Rubel an. Da Mercedes-Fahrzeuge im Reich des Bären überwiegend in US-Dollar verkauft werden, kann Daimler auf diese Weise seine Gewinnmarge verbessern. Gleiches gilt, sofern ein Teil der in Russland vom Band laufenden Fahrzeuge exportiert werden, wogegen grundsätzlich nichts spricht. Unter strategischen Aspekten ist der Bau des Werks daher absolut zu begrüßen.

Alles in allem ist und bleibt die Daimler-Aktie in Anbetracht der erstklassigen Produktpalette und der weltweiten Popularität der Mercedes-Fahrzeuge für mich trotz des festen US-Dollars eine der aussichtsreichen Autoaktien, die der Markt zu bieten hat, auch weil der Abwärtstrend seit Anfang März 2015 mittlerweile Geschichte ist.

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