Liebe Leser,
letzte Woche überschlugen sich die Nachrichten bei Lenovo. Denn für den weltgrößten PC-Produzenten mit Sitz in Hongkong läuft es derzeit nicht gut. Das Unternehmen stellt Notebooks, Tablet-PCs, Server, Peripheriegeräte, Smartphones und nicht zuletzt konventionelle Desktop-Rechner her. Doch hier geht die Nachfrage extrem zurück. Norman Stepuhn hat sich angeschaut, was Lenovo in der letzten Woche bewegt hat:
- Gewinnrückgang! Schon vor der Zahlen-Veröffentlichung prognostiziert, ist der Gewinnsturz von satten 67 Prozent auf 98 Millionen Dollar noch drastischer als angenommen. Der Konzernumsatz verringerte sich um 6 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar.
- Die Gründe! Es sind Probleme mit Zulieferern, rückläufige Geschäfte mit Rechenzentren, steigende Preise für Komponenten sowie die schwache Marktsituation aufgrund der steigenden Popularität mobiler Endgeräte. Die Gesamt-Auslieferungszahl für Desktop-PCs sank im letzten Quartal 2016 auf 72,6 Millionen Exemplare, ein Minus von 3,7 Prozent zum Vorjahr.
- Auch Mobil macht Probleme! Selbst im Mobilmarkt brach der Absatz um 26 Prozent ein. Ein Hoffnungsschimmer ist jedoch die 2014 übernommene Handysparte des Konkurrenten Motorola, die Lenovo unabhängiger vom schwächelnden PC-Markt machen sollte. Yang Yuanqing, Verwaltungschef bei Lenovo, erwarte hierzu, dass man in etwa einem Jahr Gewinne einstreichen könne.
Kann sich Lenovo tatsächlich aus dieser unangenehmen Gesamtsituation wieder heraus manövrieren? Wir halten Sie auf dem Laufenden.



