Lieber Leser,
der Preis für die nordamerikanische Rohölsorte WTI hat in der vergangenen Woche einen Ausbruch aus seiner mittelfristigen Konsolidierungsphase unternommen. Wir haben kurz vor dem Ausbruch darauf hingewiesen, dass es dazu kommen könnte. Denn eine immer enger werdende Range deutet auf eine sehr niedrige Volatilität hin und diese entlädt sich in der Regel dynamisch in einem Ausbruch. Wir haben jedoch auch darauf hingewiesen, dass die niedrige Volatilität noch lange nicht so niedrig war wie in 2014, bevor der Preis so stark eingebrochen war.
Brent bestätigt den Ausbruch nicht
Der Preis für ein Barrel WTI ist aus seiner Rage zwar ausgebrochen, der Preis für ein Fass Brent hat den Ausbruch jedoch nicht bestätigt. Er hat sich zwar stabilisiert, blieb jedoch innerhalb der Konsolidierungszone. Da der Brent-Preis der führende Preis ist und nicht wie fälschlicherweise immer angenommen der WTI-Preis, gehen wir davon aus, dass erst der Ausbruch beim Brent-Preis die nötige Dynamik für einen nachhaltigen Ausbruch bewerkstelligen kann.
Derweil ist der Baker Hughes Oil Rig Count weiter angestiegen. Jedoch nimmt die Dynamik des Anstiegs in den vergangenen drei Wochen ab. Zuletzt wurden nur noch fünf zusätzliche aktive Plattformen gezählt. Wir werden die Entwicklung weiter beobachten.



