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Daimler will Dieselverbote zu seinen Gunsten nutzen!

Lieber Leser,

ähnlich profitabel wie das PKW-Geschäft war im letzten Jahr das Transporter-Segment. Mit 360.000 entsprechenden Fahrzeugen steigerte Daimler den Absatz im Zwölfmonatsvergleich um 12%. Damit die Schwaben ihr Versprechen, die Verkäufe auch 2017 nochmals leicht zu steigern, einhalten können, will man kräftig investieren.

Zwei Milliarden für Digitalisierung und Elektrifizierung

In diesem und dem kommenden Jahr sollen mehr als 2,0 Mrd. Euro in die Transporter-Sparte fließen. Mit dem Geld möchte Daimler unter anderem einen neuen Pick-up auf den Markt bringen. Darüber hinaus werden die monetären Mittel für den Ausbau digitaler Dienstleistungen rund um den Lieferverkehr sowie des Bereichs Elektro-Transporter benötigt. So ist insbesondere die Entwicklung eines Sprinters mit Elektroantrieb geplant.

Auf geändertes Kundeninteresse reagieren

Damit soll dem gestiegenen Interesse der Kundschaft an emissionsfreien Fahrzeugen Rechnung getragen werden, speziell nachdem VW kürzlich den Crafter mit E-Motor vorgestellt hat. Obgleich Investitionen über 2,0 Mrd. Euro selbst für Daimler kein Pappenstiel sind, dürfte das Geld gut angelegt sein. Immerhin fragen immer mehr Handwerker und Lieferfirmen nach, wann es endlich wieder einen Elektrotransporter geben wird, nachdem sich der 2011 vorgestellte Vito noch als Flop erwies.

Insbesondere die Ankündigung einiger deutscher Großstädte, ab 2018 ein Dieselverbot erlassen zu wollen, hat die Branche aufgeschreckt. Das sind nämlich genau die Vans, die Handwerker und Lieferfirmen bisher aus Kostengründen bevorzugt gefahren sind. In einem unverändert freundlichen Gesamtmarktumfeld wird es nur eine Frage der Zeit sein, wann die Daimler-Aktie ihr Jahreshoch bei knapp 73 Euro nachhaltig nach oben durchbricht.

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