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Deutsche Börse: War es das mit der Fusion?

Liebe Leser,

es gibt Neuigkeiten zu den Fusionsplänen von „Deutsche Börse AG“ mit der Londoner Börse = „London Stock Exchange Group plc“.Da gab es ja seit einiger Zeit Bedenken, besonders nach dem „Brexit“-Votum der Briten. Denn das könnte bedeuten, dass das fusionierte Unternehmen einen Firmensitz außerhalb der Europäischen Union (= London nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU) haben könnte. Und es gibt Neuigkeiten.

Am Sonntag (26. Februar) meldete die Deutsche Börse AG, dass die Londoner Börse den von der EU-Kommission geforderten Verkauf einer italienischen Tochter („MTS S.p.A.“) abgelehnt habe. Die Deutsche Börse AG schrieb dazu noch zurückhaltend – ich zitiere: „Die Parteien sehen der weiteren Prüfung der Europäischen Kommission entgegen und erwarten derzeit eine Entscheidung der Europäischen Kommission über den Zusammenschluss von DBAG und LSEG bis Ende März 2017.“

War es das mit den Fusionsplänen?

Ich sage Ihnen offen: Ich habe eine Gemeinsamkeit mit der Londoner Börse. Wir beide haben Rosenmontag gearbeitet. Denn am Rosenmontag = 27. Februar nahm die Londoner Börse ebenfalls Stellung zum von der EU-Kommission geforderten Verkauf der MTS S.p.A. Da hieß es sinngemäß leicht verschwurbelt, im Interesse der Aktionäre etc. blabla habe man sich entschieden, diesen Verkauf nicht durchzuführen. Man halte es deshalb für unwahrscheinlich, dass die EU-Kommission den Zusammenschluss genehmigen werde.

Dieser Satz ist entscheidend. Das könnte das Ende der aktuellen Fusionspläne besiegeln. Sicher ist das aber noch nicht – denn so wie ich es verstehe, wurde von der Londoner Börse der Fusionsplan keineswegs zurückgenommen, sondern die EU-Kommission entscheidet wohl noch darüber. Nur wenn selbst die Londoner Börse eine Zustimmung der Kommission als unwahrscheinlich betrachtet, dann war es das wohl mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50%.

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