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Nordex: Diese Besänftigungsstrategie könnte sich auszahlen!

Liebe Leser,

die Enttäuschung sitzt noch immer tief. Nach der verheerenden Veröffentlichung der neuen Prognosen rutschte das Wertpapier des Windspezialisten Nordex in den Keller. Nordex konnte die eigenen ambitionierten Ziele nicht erreichen und steht nun unter Zugzwang. Es gilt, die Wogen zu glätten und verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Großprojekt in den USA

Im Sinne dessen veröffentlichte der Konzern eine Pressemitteilung, welche ein neues Großprojekt in den USA zum Thema hat. So habe die Nordex-Gruppe einen Auftrag zur Errichtung von 95 Turbinen der 3-MW-Klasse in den USA ergattert. Das Projekt gilt als erster Schritt des Ende letzten Jahres geschlossenen Deals mit dem Namen Safe-Harbor-Transaktion.

Die 95 Windkraftmaschinen verfügen jeweils über einen 125-Meter-Rotordurchmesser und sollen eine Leistung von je 3 MW erzielen und somit insgesamt auf etwa 300 MW kommen. Die Anlagen sollen auf 87,5 Meter hohen Stahlrohrtürmen errichtet werden. Dabei sei der verwendete Turbinentyp den mittleren Windverhältnissen der betreffenden Region angepasst.

Besänftigungsstrategie

Die neue Nachricht kann die noch immer vorherrschende Enttäuschung selbstredend nicht komplett negieren. Dennoch versucht Nordex mithilfe der Mitteilung zu zeigen, dass der Konzern weiterhin daran arbeitet, die Erfolgsaussichten trotz der miserablen Wachstumsprognosen zumindest nach außen hin zu verbessern.

Kurz nach einem solchen Paukenschlag versuchen Unternehmen in der Regel, ihre Aktionäre zu besänftigen. Um dies zu erreichen, muss das unschöne Thema mithilfe positiver News in den Hintergrund gedrängt werden. Diese Strategie hat sich in vielen Fällen bewährt und könnte auch die aktuelle Situation der Norddeutschen etwas aufhübschen.

Absturz gebremst

Nach dem massiven Einbruch Ende der letzten Woche notierte das Wertpapier zeitweise unter 13,00 Euro. Zum Vergleich: Noch zu Börsenstart am vergangenen Donnerstag rangierte die Aktie bei knapp 20,00 Euro. Der Absturz scheint jedoch vorerst beendet zu sein. Am Dienstag kletterte das Papier zur Mittagszeit mit einem Plus von 0,50 Euro (+3,78 Prozent) auf 13,60 Euro. Nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresabschlusses am Mittwochmorgen nahm die Aktie sogar wieder Kurs auf die 15-Euro-Marke.

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