Lieber Leser,
Zalando legte seine Zahlen für das vierte Quartal 2016 vor. Das Berliner Modeunternehmen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von knapp 1,1 Milliarden Euro erzielen. Dies entspricht einem Wachstum von 26%. Es erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 95,6 Millionen Euro. Für das 4. Quartal lag die bereinigte EBIT-Marge damit bei 8,8%, für das Gesamtjahr aber nur bei 5,9 %. Diese Eckdaten sind per se nicht schlecht. Was den Analysten Magenschmerzen bereitet, ist jedoch die erwähnte Jahresmarge.
Es bleibt nicht mehr hängen!
Zalando punktet damit, Marktführer im Bereich Mode-Onlinehandel zu sein. Doch das Unternehmen schafft es nicht, mit dieser Marktposition eine höhere Gewinnmarge zu generieren. Für das Jahr 2017 wird sie geplant nur zwischen 5% und 6% liegen. Wie das Geld reinkommt, so geht es auch wieder.
Mit der Präsentation der Quartalszahlen verkündete das Management auch die Übernahme des Sportmodehändlers Kickz. Neben den Übernahmekosten will das Unternehmen 2.000 neue Arbeitsstellen schaffen. Das verschlingt Geld. Die Unternehmensleitung erhofft sich ein schnelleres Wachstum und ein lukratives Standbein im Offline-Geschäft. In Anbetracht von zahlreichen Filialschließungen bei mehreren Konkurrenten und der branchenweiten Orientierung hin zum Online-Geschäft ist diese Strategie zumindest verwunderlich.



