Lieber Leser,
Tesla hat in der letzten Woche den Geschäftsbericht vorgelegt. Im ersten Teil der Analyse haben wir uns die Gewinn- und Umsatzentwicklung angeschaut und im zweiten haben wir durchleuchtet, welche Segmente wie gelaufen sind. Im dritten Teil der Analyse schauten wir uns die Profitabilität an und im vierten Teil warfen wir einen Blick auf die Prognosen. Im fünften Teil der Reihe sehen wir uns die Bewertungskennzahlen an.
Problematische Bewertung
Die Automobilherstellung ist grundsätzlich ein sehr kapitalintensives Geschäft. Da jedoch auch Bewertungskennzahlen im Vergleich herangezogen werden sollten, stellt die Bewertung mittels Multiplikatoren von Tesla ein Problem dar. Denn für die Vergleichbarkeit müssen die Unternehmen hinsichtlich des operativen Geschäfts ähnlich sein. Es lässt sich jedoch für Tesla kein ähnlicher Kandidat finden.
KGV und EV/EBITDA von Tesla
Gehen wir rein nach den Kennzahlen, so beträgt das erwartete KGV 138, was auf eine eindeutige Überbewertung hindeutet. Das erwartete EV/EBITDA beträgt 42. Bei Tesla wird daher der Cash-Flow weiterhin im Fokus der Analysten bleiben und seine Entwicklung im Rahmen der kommenden, positiv erwarteten Umsätze beobachtet werden. Der Cash-Flow von Tesla wird wiederum davon abhängen, wie gut das Unternehmen bei den Auslieferungen im Plan liegt. Jede Verzögerung wird Rückschlüsse auf eine negative Entwicklung beim Cash-Flow ziehen lassen. Schauen wir uns zum Schluss der Reihe noch die Analysteneinschätzungen an.



