Liebe Leser,
es gibt Neuigkeiten von der Bayer AG. (Ich habe mich erst einmal kurz geschüttelt, da man es so sehen könnte, dass die Leverkusener gewissermaßen auf die dunkle Seite der Macht wechseln möchten, Stichwort Monsanto.) Und zwar haben die Leverkusener mitgeteilt, dass sie 22 Mio. Covestro-Aktien aus eigenem Besitz verkauft haben. Diese Aktien sollen am heutigen Freitag = 3. März übertragen worden. Dieses Aktienpaket wurde von Bayer bei institutionellen Investoren platziert, zum Preis von 66,50 Euro je Aktie. Damit erhält Bayer laut eigenen Angaben einen Zufluss im Bereich 1,5 Mrd. Euro.
Bayer-Anteil an Covestro sinkt von 64,2% auf 53,3%
Die Einnahmen sollen zur Schuldentilgung genutzt werden. Das klingt so solide – aber de facto wird damit wohl die Übernahme von Monsanto gemeint sein (würg). Und was sagt Bayer selbst dazu? Ich zitiere Johannes Dietsch, Finanzvorstand von Bayer: „Die erfolgreiche Platzierung dieses großen Aktienpaketes unterstreicht das Vertrauen des Kapitalmarkts in das noch junge Unternehmen Covestro“. Warum hat man die Aktien dann verkauft, wenn Covestro so toll ist? Durch den Verkauf der Aktien ist der Anteil von Bayer an Covestro laut eigenen Angaben von 64,2% auf 53,3% gesunken. Die Mehrheit hat man also immer noch.



