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Ströer: Ist an diesem Vorwurf der Analysten etwas dran?

Lieber Leser,

Ströer wird von einigen Analysten vorgeworfen, durch anorganisches Wachstum Gewinne zu erwirtschaften. Da ist sicherlich was dran, denn die Zuwachsraten sind besonders in 2016 sowohl bei den Umsätzen als auch bei dem Gewinn je Aktie sehr hoch ausgefallen. Diese Zuwachsraten dürften sich in 2017 etwas verringern, sofern Ströer nicht erneut Zukäufe tätigt.

Beide Segmente laufen gut

Das Unternehmen hat vor allem im Bereich Ströer Digital anorganisches Wachstum zu verzeichnen. Laut dem Unternehmen wird allerdings nur das Wachstum dazu gezählt, was von den akquirierten Unternehmen organisch erzielt wird. Damit zumindest scheint Ströer auf eine gewisse Art und Weise ebenfalls organisches Wachstum zu verzeichnen. Es wird sich in diesem Jahr zeigen, wie sich das Segment Digital und die Umsätze der akquirierten Unternehmen weiterentwickeln.

Das Segment OOH, das vordergründig für das organische Wachstum von Ströer steht, entwickelt sich jedoch ebenfalls nicht schlecht. Das Segment hat per Q3 2016 einen Umatzzuwachs von 8,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet. Das Segment OOH International musste allerdings ein Minus von 1,4 % bei den Umsätzen infolge währungspolitischer Einflüsse in der Türkei ausweisen. Dieser Rückgang konnte jedoch durch das Segment OOH Deutschland überkompensiert werden.

Günstige Bewertung und technische Ausgangslage

Die Prognosen für 2016 und 2017 hat das Unternehmen jüngst bestätigt und die auf Erwartungen basierte Bewertung mittels des 2017e KGV erscheint mit 12,2 recht günstig. Zudem hat die Aktie zuletzt aus der markttechnischen Perspektive den seit 2015 bestehenden Korrekturtrend nach oben überwunden und den 100-Wochendurchschnitt erneut überschritten.

Sofern der Kurs nun über 43 Euro je Aktie bleibt, befindet sich die Aktie nach markttechnischen Kriterien wieder im Aufwärtstrend. Aus der fundamentalen Sichtweise besteht jedoch ein geringes Enttäuschungspotential bezüglich der Wachstumsraten beim Umsatz sowie den Gewinnen im Segment Digital. Für einen starken Einbruch der Aktie gibt es allerdings aktuell kaum Anzeichen.

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