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Stada: Jetzt knallen die Korken!

Liebe Leser,

der wochenlange Übernahmekampf um den deutschen Pharmakonzern Stada scheint nun endlich vorüber zu sein. Wie Stada jüngst bekannt gab, haben Vorstand und Aufsichtsrat dem Übernahmeangebot der Beteiligungsfirmen Cinven und Bain Capital zugestimmt.

Bieter erhöhten Offerte

Der von den Firmen gebotene Betrag belaufe sich auf 66 Euro je Stada-Wertpapier. Mit inbegriffen sei die vom Generikakonzern im Vorfeld bereits in Aussicht gestellte Dividende in Höhe von 72 Cent je Aktie. Der Gesamtbetrag solle sich auf 5,3 Milliarden Euro belaufen. Beide Bieter haben somit ihr vorheriges Angebot um 450 Millionen Euro erhöht. Laut Stada-Vorstandsboss Matthias Wiedenfels soll die Übernahme bis zum Sommer zum Abschluss geführt werden.

„Das beste Gesamtpaket“

Carl Ferdinand Oetker, Aufsichtsratschef bei Stada, gab sich zufrieden mit dem abgeschlossenen Deal und kommentierte die Übereinkunft mit den Worten: „Das Angebot von Bain Capital und Cinven bietet das beste Gesamtpaket“. Beim Ringen um die Übernahme hatten mehrere Investoren ihr Glück versucht. Dazu zählten auch die Beteiligungsfirmen Advent und Permira, deren Angebot mit 58 Euro je Papier den Ansprüchen des Pharmakonzerns offensichtlich nicht entsprach.

Arbeitsplätze in Gefahr?

Sowohl Bain als auch Cinven kündigten an, vier Jahre lang keinen Stellenabbau zu fordern, insofern dieser nicht ohnehin vom Vorstand forciert würde. Wiedenfels schränkte in Bezug auf die Arbeitsplatzsituation jedoch etwas ein und gab zu Protokoll, dass der Umbau nicht völlig „ohne einen Abbau von Arbeitsplätzen gehen“ wird. Jedoch soll sich „die Zahl“ im „Rahmen halten“.

Stada verzögerte den Deal

Während der letzten Wochen musste Stada heftige Kritik von Seiten der Finanzbranche einstecken. Diese warf dem Konzern vor, den Übernahmeprozess unnötig in die Länge gezogen zu haben. Nachdem vor einigen Wochen die Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2016 verschoben wurde, verschärfte sich die Lage noch einmal.

Hochstimmung an der Börse

Der heißersehnte Schlussstrich wurde an der Börse wie erwartet positiv aufgenommen. So verbesserte sich die Stada-Aktie am Montagmorgen mit einem Plus von 11 Prozent auf 64,5 Euro. Noch vor einem Jahr war das Wertpapier gerade einmal die Hälfte wert.

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