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RWE: Können die Aktionäre auf bessere Zeiten hoffen?

Liebe Leser,

die RWE AG hatte am 27. April 2017 zur diesjährigen Hauptversammlung geladen. An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Informationen und Beschlüsse.

Konzernverlust in Milliardenhöhe!

Der Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz betonte in seiner Rede, dass der Konzernverlust im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 5,7 Mrd. Euro vor allem auf zwei Sondereffekte zurückzuführen sei. Dabei handle es sich um außerordentliche Wertberichtigungen auf den Kraftwerkspark des Konzerns sowie den Risikoaufschlag für den mit der Bundesregierung vereinbarten Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung.

Operativ sei RWE „auf Kurs“ gewesen, so Schmitz weiter. Sowohl beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 3,1 Mrd. Euro als auch beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 5,4 Mrd. Euro habe der Konzern am oberen Rand der Guidance gelegen. Das bereinigte Nettoergebnis in Höhe von 0,8 Mrd. Euro habe die Prognose (0,5 bis 0,7 Mrd. Euro) sogar übertroffen.

„Positive Perspektive“ für Anleger!

Trotz der erreichten Prognose beim operativen Ergebnis haben Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorgeschlagen, für 2016 auf eine Gewinnausschüttung an die Stammaktionäre zu verzichten. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag nun mit großer Mehrheit zu. „Ich weiß, dass wir Ihnen damit das zweite Jahr in Folge viel abverlangen. Aber die Zahlen und Belastungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sprechen eine klare Sprache“, kommentierte Schmitz.

Die Vorzugsaktionäre erhalten für das vergangene Geschäftsjahr den satzungsgemäßen Anteil von 0,13 Euro je Aktie, können aber – ebenso wie die Stammaktionäre – auf bessere Zeiten hoffen: „Wir wollen für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende von 50 Cent auf Stamm- und Vorzugsaktien zahlen. Das entspricht einer Dividendenrendite von mehr als 3% auf den aktuellen Kurs“, bot der Vorstandsvorsitzende den Anlegern eine „positive Perspektive“, wie er sagte.

EinBeitrag von Rainer Lenzen.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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