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Zalando: Die Siebenmeilenstiefel sind fest geschnürt!

Liebe Leser,

der 2008 gegründete Modekonzern Zalando ist mittlerweile deutschlandweit bekannt. Der Grund hierfür ist nicht lange suchen. Denn das – vor allem wegen seiner plakativen Fernsehwerbung bekannte – Unternehmen investierte seit seiner Gründung kräftig in die Öffentlichkeitsarbeit. Bisher richtete sich die Marketingarbeit hauptsächlich an Frauen als Zielgruppe aus. Nun soll mit einer neuen Offensive auch das männliche Publikum angesprochen werden. Neues Werbegesicht ist James Franco, ein US-Schauspieler, der mit markigen Worten die Neugierde unter den Männern wecken soll.

Eine entsprechend wirksame Werbeoffensive ist selbstredend mit einem erheblichen Bedarf an finanziellen Mitteln verbunden. Das ist ein Grund, warum zuletzt trotz steigender Umsätze keine Gewinnzunahmen verzeichnet wurden. Dies geht aus den kürzlich veröffentlichten Zahlen des Unternehmens zum ersten Quartal 2017 hervor.

Die Zahlen

Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) positionierte man sich mit 20,3 Millionen Euro etwa auf Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge sank leicht von 2,5 Prozent im Vorjahr auf 2,1 Prozent. Der Konzernumsatz verbesserte sich im ersten Jahresviertel auf 980,2 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 23,1 Prozent.

Die EBIT-Marge soll sich für das Gesamtjahr zwischen fünf und sechs Prozent einpendeln. Beim Umsatz rechnet man mit einer Steigerung zwischen 20 und 25 Prozent.

Investitionen und Wachstum

Neben den anfangs erwähnten Marketingaufwendungen investiert der Konzern vor allem auch in seine Infrastruktur. Hierzu zählen beispielsweise der Ausbau des Logistiknetzwerks und die damit verbundenen Vorteile für die Kunden, wie etwa die Lieferung am selben Tag oder die Retouren-Abholung. Im ersten Quartal lag der Investitionsaufwand bei 78 Millionen Euro. Ein maßgeblicher Anteil der Mittel wurde neben der Infrastruktur auch für eigens entwickelte Software aufgewendet. Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet man Investitionen in Höhe von 200 Millionen Euro. Alle hierzu getroffenen Zahlenangaben wurden laut Zalando unter Ausschluss sämtlicher M&A-Aktivitäten beziffert.

Rubin Ritter, Co-CEO bei Zalando, brachte den Zusammenhang auf den Punkt: „Unsere Top-Priorität ist profitables Wachstum – und das haben wir im ersten Quartal einmal mehr erreicht“.

Aktie zögerte zunächst

Die Börse reagierte nach anfänglichem Zögern recht positiv auf die Wachstumsaussichten des Konzerns. So verbesserte sich der Aktienkurs um ein Prozent, nachdem er zu Handelsbeginn noch im Minusbereich verweilte.

EinBeitrag von Norman Stepuhn.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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