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Manipulation Bayern-Spiel in St. Petersburg?

Verdacht auf Manipulation bei Bayern-Spiel in St. Petersburg. Uefa "intensiviert" Ermittlungen.  Das bestätigte ein Miglied der Uefa-Disziplinarkommission.

 

 

Der europäische Fußballverband Uefa ermittelt "deutlich intensiviert", ob das Rückspiel des Uefa-Cup-Halbfinales Zenit Sankt Petersburg gegen Bayern München am 1. Mai 2008 verschoben worden ist. Das bestätigte ein Miglied der Uefa-Disziplinarkommission stern.de. Bayern München verlor das Spiel damals 0:4, im Hinspiel in München hatten sich die Mannschaften 1:1 getrennt.

Am 30. April 2010 traf sich ein Uefa-Mitarbeiter in Madrid mit Vertretern der dortigen Staatsanwaltschaft. In dieser Woche werden Mitarbeiter erneut nach Madrid reisen, berichtet stern.de. Die dortige Staatsanwaltschaft spielt bei den Recherchen zur vermeintlichen Spielmanipulation eine wichtige Rolle. Die Uefa ermittelt bereits seit zwei Jahren in dieser Sache.

stern.de zitiert auch aus Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Madrid. In einem Diagramm, das die Spiele und abgehörte Gespräche mehrerer Russen verknüpft, ist vermerkt: "13/5/08, 13:41:52 Uhr. Inhalt des Gesprächs: Man hat Bayern München 50 Millionen bezahlt."

Auch Protokolle abgehörter Telefonate liegen stern.de vor. Hierin unterhält sich Gennadi Petrow, der als Boss der russischen Mafiaorganisation Tambowskaja gilt und im Sommer 2008 auf Mallorca festgenommen wurde, mit einem Mann namens Misha Myrich über das Spiel. Ein Auszug: "Misha: Weißt Du, wie viel sie Bayern gegeben haben sollen? 50 haben sie Bayern gegeben. Guennadi (Petrov): Bayern haben sie bezahlt 50? Micha: Ja, 50. Guennadi: Ja, kann sein. Und, andererseits, wie auch sonst? Anders kann man nicht gewinnen. Misha: Die waren gelähmt. Die sind nicht mal gelaufen."

Dass die Disziplinarkommission der Uefa seit 2008 stetig weiter ermittelt hat und ihre Nachforschungen nun, zwei Jahre nach dem Spiel, gar intensiviert, sei dem FC Bayern, so Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick, "nicht bekannt". Hörwick sagte stern.de: "Das Ganze ist kein Thema mehr."

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