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Faber: Aktien billig

Marc Faber: Aktien nicht zu teuer.  Notenbanken werden Börsen bei jedem Einbruch retten. "In einer überschuldeten Wirtschaft ist es problematisch, wenn die Vermögenspreise fallen."

 


Der bekannte Investor Marc Faber erwartet, dass die Notenbanken weltweit die Börsen bei jedem Einbruch mit frisch gedrucktem Geld stützen werden. "In einer überschuldeten Wirtschaft ist es problematisch, wenn die Vermögenspreise fallen. Dann sind die Kredite nicht mehr gedeckt und verwandeln sich schnell in faule Kredite. Das wollen die Notenbanken mit allen Mitteln verhindern, indem sie die Preise der Vermögensgüter nach oben schieben ", sagte Faber im Interview mit der WirtschaftsWoche. Wegen dieser Politik werde die Kaufkraft des Geldes immer schneller abnehmen, prophezeit der Herausgeber des „Gloom, Boom & Doom Report“. Deshalb sollten Anleger Staatsanleihen meiden und eher Aktien halten. Gold und Silber sei die beste Alternative zum Bargeld.


Nach Einschätzung Fabers werde sich die Weltwirtschaft in den nächsten sechs Monaten abschwächen. Dieser Prozess hätte schon begonnen. China werde in der zweiten Jahreshälfte wesentlich geringer wachsen als im ersten Halbjahr. Auch einen Crash in China schließt Faber nicht aus. Wegen des Überangebots am chinesischen Immobilienmarkt könnten sich dort viele Kredite als faul erweisen. Weil China wichtiger Nachfrager sei, würde er Industrierohstoffe derzeit nicht kaufen.


Trotzdem erwartet Faber nicht, dass das Börsentief in Amerika und Europa vom März 2009 noch einmal erreicht werde. „Anlagemärkte können sich anders verhalten als die Wirtschaft“, sagte Faber. Zwar falle derzeit die Geldmenge und die Finanzpolitik sei relativ restriktiv, weil die staatlichen Konjunkturpakete auslaufen. Doch Regierungen dürften bei einem stärkeren Einbruch neue Stützungspakete auflegen. Es sei dann denkbar, dass sich die Wirtschaft abschwächt und die Börsen dennoch steigen.

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