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Wulff gibt Gas

Wulff will Schloss Bellevue nach Wahlsieg zu “Denkfabrik für  Deutschland“ in der Tradition Friedrichs des Großen machen und  Gauck zum Berater machen.  “Wissenschaftler, Politiker, Künstler, kluge Köpfe könnten dabei helfen, Anregungen zu geben, unser Land modern und zukunftsfest zu machen. Denken Sie an Friedrich den Großen und seinen Berater Voltaire“

 

Berlin. Der Kandidat von Union und FDP für die Bundespräsidentenwahl,

Christian Wulff, will im Falle seines Wahlsieges das Schloss
Bellevue zu einer “Denkfabrik“ ausbauen und auch seinen Mitbewerber
Joachim Gauck als Berater gewinnen. Wulff sagte BILD am SONNTAG:
“Im neuen Amt wird es um Anstöße zu großen Fragen unserer Zeit
gehen wie die Bewältigung der demografischen Entwicklung, die
Verhinderung einer Überforderung der jungen Generation sowie
die Integration von Migranten. Deswegen würde ich das Schloss
Bellevue zu einer Denkfabrik für Deutschland machen. Wissenschaftler,
Politiker, Künstler, kluge Köpfe könnten dabei helfen, Anregungen
zu geben, unser Land modern und zukunftsfest zu machen. Denken
Sie an Friedrich den Großen und seinen Berater Voltaire. Goethe
war Minister und von Humboldt preußischer Beamter - beide waren
Staatsdiener. Das Staatsoberhaupt wird ja nicht durch die Wahl
zum Universalgenie, sondern ist auf den Rat von klugen Leuten
angewiesen.“
Auf die Frage, ob zu den klugen Köpfen, deren Rat er einholen
wolle, auch Gauck gehöre, sagte Wulff: “Selbstverständlich. Ich
halte sehr viel von Joachim Gauck.“
Angesichts der kurzen Vorbereitungszeit auf das Amt des Bundespräsidenten
will Wulff erst am 3. Oktober seine erste bedeutende Rede halten:
“Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht bereits unmittelbar
nach der Wahl über die Ziele der nächsten fünf Jahre Ausblick
geben werde. Sollte ich gewählt werden, will ich meine erste
programmatische Rede am Tag der Deutschen Einheit - also dem
3. Oktober - in Bremen halten. Denn ich möchte mir genug Zeit
nehmen, um ausreichend tief zu schürfen und viele daran beteiligen
zu können.“ Zur Begründung sagte der niedersächsische Ministerpräsident:
“Üblicherweise hat ein Kandidat fast ein halbes Jahr lang Zeit,
sich auf das Amt des Bundespräsidenten vorzubereiten. Aufgrund
der besonderen Umstände nach dem Rücktritt von Horst Köhler liegen
zwischen Nominierung und Wahl aber nur wenige Wochen.“

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