Kreditklemme und restriktive Banken eröffnen Mafia „Geschäftschancen“. Als Liquidität und Kredite knapp wurden, sprangen die Mafiosi mit Geldern ein. Banca d’Italia hat allein im ersten Halbjahr 15 000 Transaktionen beobachtet, die unter Geldwäsche-Verdacht standen.
Die Erkenntnis, dass jede Krise zugleich Chancen bietet, hat sich die italienische Mafia in der Finanzkrise zunutze gemacht. Als Liquidität und Kredite knapp wurden, sprangen die Mafiosi mit (kriminellen) Geldern ein, berichet "Cerwensky intern".
Die Banca d’Italia hat jetzt erstaunliche Zahlen zusammengestellt. Demnach wurden allein im ersten Halbjahr 15 000 Transaktionen, die unter Geldwäsche-Verdacht standen, beobachtet. Das ist nicht nur ein Anstieg von 52% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, sondern bereits mehr als im gesamten Jahr 2008.
Anna-Maria Tarantola, stellv. Generaldirektorin der Banca d’Italia und zugleich für die Bankenaufsicht verantwortlich, kommentierte diese Statistik dahingehend, dass die Krise dem organisierten Verbrechen Raum zur Entfaltung geliefert habe, weil der Zugang zu Krediten schwieriger geworden sei. „Wer über große Summen an Bargeld verfügt, so wie kriminelle Vereinigungen, kann Investments tätigen, die für andere nicht möglich sind. Sie können jetzt in ganz legale Geschäfte investieren.“



