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Wirtschaft will weiter Staatshilfen

Wirtschaft fordert weitere Staatshilfen. Die führenden Wirtschaftsverbände fürchten trotz der anziehenden Konjunktur einen Engpass bei der Kreditversorgung im nächsten Jahr.

 


BERLIN. Die führenden Wirtschaftsverbände fürchten trotz der anziehenden Konjunktur einen Engpass bei der Kreditversorgung im nächsten Jahr. In einem gemeinsamen Appell fordern der Industrieverband BDI, der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) deshalb, die Staatshilfen aus dem Deutschlandfonds zu verlängern. Nach Informationen des Handelsblatts aus Verbandskreisen (Mittwochausgabe) soll ein entsprechendes Schreiben in diesen Tagen an Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) geschickt werden.


Um Engpässe bei der Kreditversorgung zu vermeiden, drängen die Verbände auf eine Verlängerung der Staatshilfen aus dem Deutschlandfonds über das Jahresende hinaus. „Gerade wenn jetzt im Aufschwung der Finanzierungsbedarf der Betriebe für Investitionen und zur Vorfinanzierung der Aufträge steigt, könnten eine befristete Verlängerung von Teilen des Fonds oder gezielte Übergangsregelungen ein wichtiges Sicherheitsnetz sein“, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann dem Handelsblatt. So ließen sich mögliche Lücken bei der Mittelstandsfinanzierung schließen. ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke sagt, dass auch „im Handwerk auch über das Jahresende hinaus gezielte Maßnahmen zur Stabilisierung der Unternehmensfinanzierung notwendig sind“.


Nach Informationen des Handelsblatts aus Finanzkreisen prüft auch die staatliche KfW Bankengruppe neue Instrumente zur Vermeidung von Finanzierungsengpässen. Möglichen Handlungsbedarf sieht die Bank bei der langfristigen Investitionsfinanzierung. Eine Entscheidung über ein konkretes Modell sei aber noch nicht gefallen, hieß es im Umfeld der Frankfurter Staatsbank.

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