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China glaubt an Euro, reduziert US-Bonds

Neuorientierung in China: US-Papiere nicht mehr attraktiv. China reduziert seine Investitionen in die US-Staatsanleihen und setzt jetzt auf europäische und japanische Bonds.

 

 

(RIA Novosti) China reduziert seine Investitionen in die US-Staatsanleihen und setzt jetzt auf europäische und japanische Bonds.

„Diversifizierung muss zum Grundprinzip werden“, sagte Yu Yongding, der ehemalige Berater der Nationalbank Chinas, in einem Interview für die Agentur Bloomberg am Montag.

Peking habe neulich „ziemlich viel“ europäische Anleihen gekauft. „China glaubt an die europäische Wirtschaft, an den Euro und an die EU“, sagte Yu Yongding.

Nun legt Peking neue Reserven verstärkt in japanischen Staatstiteln an. So hat es seit Anfang des Jahres japanische Schuldverschreibungen für rund 20 Milliarden US-Dollar gekauft.

Der Anteil der US-Anleihen an den Währungsreserven Chinas lag im Mai bei 867,7 Milliarden Dollar gegenüber 894,8 Milliarden im Januar.
Angesichts der Schuldenkrise im EU-Raum nimmt China auch europäische Staatsanleihen unter die Lupe: die Rentabilität von Anleihen einiger Staaten ist deutlich gestiegen. Gleichzeitig hat nach den jüngsten Angaben der Europäischen Zentralbank die Instabilität der europäischen Schuldverschreibungen viele Investoren abgeschreckt: Im Mai wurden Anleihen für 37,4 Milliarden Euro gegenüber 49,7 Milliarden Euro im April verkauft.

Neben China haben auch Südkorea, Malaysia und Indien die Ankäufe an US-Schuldverschreibungen reduziert. Asiatische Investoren bevorzugen jetzt in europäische Papiere zu investieren, weil sie an der Selbsterneuerungskraft der US-Wirtschaft zweifeln.

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