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Stuttgart 21: Grube gräbt weiter

Stuttgart 21: Bahnchef Grube wirft Kritikern „Panikmache" vor. In einem internen Brief an die Mitarbeiter verteidigt Bahnchef Rüdiger Grube das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21. Für die Gegner habe er „kein Verständnis". „Mit den gestrigen Bauarbeiten haben wir ein für alle unübersehbares Signal des Projektfortschritts gesetzt."

 



Bahnchef Rüdiger Grube geht in die Offensive. In einem Brief an seine Mitarbeiter verteidigt der Manager das Projekt Stuttgart 21. In dem Papier vom 26. August, das der WirtschaftsWoche vorliegt, schreibt Grube, dass ihn die Proteste "nicht kalt lassen". Dennoch sei er "zutiefst davon überzeugt, dass Stuttgart 21 richtig ist". Alles andere würde die Bahn und die Region Stuttgart um eine "einmalige Chance berauben".
Grube erhebt zudem schwere Vorwürfe gegen die Kritiker. In dem Brief schreibt der Bahnchef, dass er zwar sachliche Sorgen und Argumente ernst nehme, doch häufig würden "Dinge behauptet, die nachweislich falsch sind und offenbar nur dem einen Zweck dienen, das Projekt kaputt zu reden". Später heißt es, die Projektgegner würden sich „auf Gutachten beziehen, die gar keine sind". Als Beispiel nennt Grube das im Auftrag des Landes erstellte Arbeitspapier des Planungsbüros SMA. Auch der Vorwurf, „dass der Bahnhof ... 'wie ein U-Boot aus dem Meer' aufsteigen könnte", entbehre jeder Grundlage. „Solche absurden Äußerungen sind unverantwortlich. Hier wird Panikmache betrieben."
In dem Brief listet Grube zudem neun Argumente auf, warum Stuttgart 21 sinnvoll sei. Dazu zähle etwa die Beseitigung des größten Engpasses Stuttgart auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris nach Bratislava, die Fahrtzeitverkürzungen nach Ulm und die kürzeren Umsteige und Wartezeiten sowie wichtige Impulse für die Wirtschaft im Land.
Neu ist das Argument, dass mit der Fertigstellung von Stuttgart 21 „zahlreiche Flüge über Distanzen von 600 bis 700 Kilometern" wegfielen. Grube zeigt sich überzeugt, dass viele Menschen vom Auto oder Flugzeug auf die Bahn umsteigen werden.
Grube zeigt sich entschlossen, das Projekt mit aller Konsequenz durchzuziehen. Einen Abbruch der Bauarbeiten schließt Grube aus: „Mit den gestrigen Bauarbeiten haben wir ein für alle unübersehbares Signal des Projektfortschritts gesetzt."

 

 

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