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CDU-Umweltpolitikerin: Klimaschutz „Ersatzreligion“

CDU-Umweltpolitikerin verspottet Klimapolitik der Bundesregierung. Umweltpolitische Sprecherin der Unionsfraktion bezeichnet Klimaschutz als „Ersatzreligion“. Von freier Wissenschaft könne keine Rede mehr sein, Deutschland gehe mehr und mehr einen Sonderweg.

 

Die umweltpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Marie-Luise Dött, hat die auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betriebene Klimaschutzpolitik als „Ersatzreligion“ bezeichnet. Nach Informationen der Financial Times Deutschland (Freitagausgabe) sagte Dött auf einer Veranstaltung des FDP-Wirtschaftspolitikers Paul am Mittwochabend, Skeptiker eines von Menschen verursachten Klimawandels „können geächtet werden, die müssen eventuell auch beichten, die müssen dann ins Fegefeuer oder kommen sogar in die Hölle, wenn sie ganz schlimm sind.“ Von freier Wissenschaft könne keine Rede mehr sein, Deutschland gehe mehr und mehr einen Sonderweg.

Die Aussagen widersprechen diametral den politischen Vorgaben der Bundesregierung. Noch am Mittwochmorgen hatte Merkel im Bundestag erklärt, der schonende Umgang mit den Ressourcen und der Schutz des Klimas seien vordringliche Aufgaben ihrer Regierung. Auf Friedhoffs Veranstaltung sprach auch der umstrittene US-Wissenschaftler S. Fred Singer, ein prominenter Gegner der Klimaschutzbewegung. Nicht das Klima sei ein Problem, sagte Singer dort. „Die Leute, die Gesetze machen, um das Klima zu schützen, sind unser größtes Problem.“ Politiker, „die das Klima retten wollen, zerstören die Wirtschaft“. Der Klimawandel habe nichts mit den Menschen zu tun. Kohlendioxid sei sogar gut für die Menschheit, „je mehr CO2 desto besser. Wir sollten den Chinesen dankbar sein.“

Dött kommentierte Singers Aussagen mit den Worten: „Ich fand ihre Ausführungen, Professor Singer, sehr, sehr einleuchtend.“, Die Frage sei nun, wie man die Politik wieder auf einen anderen Kurs bekomme, weg vom Klimaschutz und immer neuen Lasten für die Wirtschaft. Die Skeptiker bräuchten „gesellschaftliche Mehrheiten“. Man müsse auf der Straße anfangen, andere Politiker als Mitstreiter fielen aus, „weil wir ja schon die falschen Leute haben, die daraus erwachsen sind“, sagte Dött. „Geändert kriegen wir das nur, wenn wir das Gedankengebäude, das dahinter steht, enttarnen – und daran arbeiten wir.“ Sich selbst bezeichnete sie als Einzelkämpferin, die die Umweltpolitik mit Absicht gewählt habe, um „Schlimmeres zu vermeiden“. Bei ihrer Wahl habe sie sich „gegen alle Gutmenschen durchsetzen“ müssen.

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