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EZB druckt Geld ohne Ende

Die EZB als Gelddruckmaschine für marode Banken. Einzelne Geldhäuser der Euro-Zone überleben nur noch dank der unbegrenzten Liquidität durch die EZB. Klartext: Sie können sich unbegrenzt Geld von der Notenbank leihen. Ratsmitglied Nowotny sieht Märkte noch auf "Vollversorgung" angewiesen.

 

In der EZB gibt es nach Medienberichten Unbehagen, dass einzelne Banken der Euro-Zone nur noch dank der unbegrenzten Liquidität durch die EZB überleben. Italiens Notenbank-Chef Mario Draghi soll einem Bericht der "Börsen-Zeitung" zufolge jüngst gefordert haben, eine einseitige Refinanzierung durch die EZB durch regulatorische Eingriffe zu verhindern. Doch dies führt offenbar zu Problemen, weil die entsprechenden Banken dann sofort insolvent sind.

Das österreichische EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sieht deshalb die Zeit noch nicht gekommen, die unbegrenzte Geldversorgung der Banken zu stoppen. Nowotny äußerte sich u.a. zum Thema "unbegrenzte Liquiditätsversorgung"  am Montag in einem Chat der österreichischen Zeitung "Standard".

Zwar habe die Rückführung der Liquiditätshilfen längst begonnen, sagte Nowotny . Die Lage der internationalen Finanzmärkte sei aber noch nicht stabil genug, "um voll wieder in den Normalzustand vor der Krise zurückzukehren". Damit der Geldmarkt sich weiter stabilisiert, können sich die Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter so viel Geld leihen, wie sie wollen. Eine Frist für den Ablauf dieser unbegrenzten Zuteilung gibt es nicht.

Derzeit ist es das bestgehütete Geheimnis der EZB, welche Bank in welchem Umfang von diesen Liquiditätshilfen Gebrauch macht. Der Vorgang wird deshalb geheim gehalten, weil man durch Nennung der "Wackelkandidaten" das gesamte Finanzsystem destabilisieren würde. Wäre bekannt, welche Banken die "Notversorgung" durch die EZB in Anspruch nehmen, würden die Menschen logischerweise sofort ihr Geld von der betreffenden Bank abheben.

Ein Bank in Geldschwierigkeiten kann derzeit jeden Kredit, egal wie faul, zur EZB bringen und sich dafür Euros auszahlen lassen. Branchenkenner spotten derzeit, dass die EZB sogar gegen "rostige Nägel" Euros raus rückt.

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