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JPM: Euro-Sorge

JP-Morgan-Investmentbanking-Chef Staley sorgt sich wegen der Euro-Krise.  „Was in der EU passiert, wird in den USA sehr ernst genommen“ Kritik an Irland.

 

 

Der Chef des Investmentbankings von JP Morgan Chase, Jes Staley, zeigt sich besorgt wegen der Euro-Krise. „Was in der EU passiert, wird in den USA sehr ernst genommen“, sagte Staley im Interview mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL: „Im Frühjahr gab es schon einmal große Turbulenzen auf den internationalen Kapitalmärkten wegen der ersten Schuldenkrise in Griechenland.“ JP Morgan Chase ist die größte Bank der USA.


Trotzdem zeigte sich Staley optimistisch mit Blick auf die Währung. Die europäischen Politiker hätten „in den vergangenen Jahrzehnten so viel Kraft und Willen investiert, die Europäische Union und den Euro zu schaffen, dass sie auch alles daran setzen werden, die gemeinsame Währung zu verteidigen.“


Zum Hergang der Krise sagte Staley, der Bankensektor in Irland sei „einfach zu groß für diese kleine Volkswirtschaft geworden“. „Weil die Kreditinstitute sich bei anderen europäischen Banken Geld geliehen haben, wurde daraus ein Problem für das europäische Bankensystem.“


Staley lobte zudem die Regulierungsbemühungen der Politik. So hätten die US-Behörden mittlerweile genügend Kompetenzen, im schlimmsten Fall Geldinstitute geordnet abzuwickeln. „Banken wie JP Morgan können bankrottgehen, wenn sie zahlungsunfähig sind“, sagte Staley: „Darauf ist die gesamte Regulierung ausgerichtet. Und wir finden das gut. Wenn unser Management unser Haus in den Ruin treibt, sollte dies unser Aus bedeuten.“


Die Gehälter der Branche verteidigte der Investmentbanker. Was oft übersehen werde, sei „die Tatsache, dass die Finanzindustrie sehr hohe Werte schafft“. Die Aktionäre müssten letztendlich entscheiden, „ob für jeden Dollar Gehalt genug Gewinn erwirtschaftet wird, oder nicht“. JP Morgan kämpfe um die besten Talente und müsse sich nach Marktpreisen richten. „Die Frage, wann Gehälter exzessiv sind, muss die Gesellschaft diskutieren – und die Politik entsprechend beantworten.“

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