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US-Navy flieht aus Japan

Nachdem Soldaten mit Radioaktivität kontaminiert wurden, hatte die US-Navy einen Rückzugsbefehl für den Flugzeugträger "Ronald Reagan" und andere Hilfsschiffe gegeben. 17 Soldaten wegen zu hoher Strahlung behandelt.

 

 

Wie die US-Armee heute mitteilte, sei der Flugzeugträger mit allen zugehörigen Kräften vorübergehend von seinem Einsatz vor der japanischen Küsten abgezogen worden. Washington hatte bereits am Freitag mehrere Kriegsschiffe in die Krisenregion verlegt, um Hilfseinsätze, sowie den Transport von Lebensmitteln und schwerem Gerät unterstützen zu können. Doch die Soldaten an Board erhielt nach offiziellen Angaben eine Monatsdosis Strahlung innerhalb einer Stunde.

Das Militär berichtet von 17 Soldaten, die wegen Folgen von zu hoher Strahlung behandelt werden mussten. Auch von Hubschrauberpiloten wurde berichtet, dass sie eine zu hohe Strahlungsdosis abbekommen hätten. "Sie wurden mit Wasser und Seife behandelt. Die Kleidung wurde vernichtet" berichtet ein Militärsprecher. Die Helikopter wurden ebenfalls verstrahlt und nach ihrem Einsatz dekontaminiert.

US-Militär spielt Radioaktivität herunter
 
Dennoch spielt das US-Militär die Gefahren durch Radioaktivität offiziell herunter. Vom Kraftwerk Fukushima I, wo derweil ein drittes Kühlsystem versagt hat, gehe "ein niedriger Verschmutzungsgrad in der Luft" aus, hieß es in einer offiziellen Mitteilung der US-Navy. Angesichts der humanitären Katastrophe, die sich in Japan abzeichnet, deutet der Abzug der Einsatzkräfte jedoch auf eine ernstzunehmende radioaktive Belastung für die Marines hin.

Die "Ronald Reagan" hätten sich aus der Windzone aus Richtung Fukushima zurückgezogen, will aber ihren humanitären Einsatz aufrecht erhalten, heisst es von offizieller Seite. Wie dies allerdings im einzelnen aussehen soll angesichts der zunehmenden Katastrophe, blieb unklar.
 
US-Präsident Obama hat unterdessen den Japanern noch einmal versichert, jede Hilfe zu leisten, die irgendwie möglich ist.

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