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EU-Wasserhähne

In ihrem ständigen Bemühen, das Leben ihrer Untertanen bis zum letzten Tropfen zu regulieren, plant die EU nun eine "Wasserhahnverordnung". Brüssel will Pflicht für sparsame Duschköpfe, Toilettenkästen und Wasserhähne. Folge: Milliardenbelastung für Eigentümer und Mieter.

 
Auf Grundeigentümer und Mieter kommen in den nächsten Jahren neue milliardenschwere Belastungen zu. Die EU-Kommission will nach Information der Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwochausgabe) mit einer neuen Richtlinie zur Gebäudeeffizienz den Wasserverbrauch in den Mitgliedsstaaten um bis zu 30 Prozent senken. Hausbesitzer und Vermieter sollen verpflichtet werden, Duschköpfe, Toilettenkästen und Wasserhähne zu ersetzen, um den Wasserdurchfluss zu verringern. Je Wohnung müssen dabei etwa 400 Euro investiert werden. Bei den 25 Millionen Eigenheimen und Wohnungen in Deutschland summieren sich die Kosten somit auf mehr als zehn Milliarden Euro, berichtet die Zeitung.
 
Mit der geplanten Regelung will der slowenische EU-Umweltkommissar Janez Potocnik vor allem die Wasserknappheit in Südeuropa bekämpfen. Werden die Pläne der EU-Kommission vom europäischen Parlament verabschiedet, müsste der Wasserverbrauch in Deutschland in den kommenden Jahren um weitere 30 Prozent auf 85,4 Liter pro Kopf und Tag reduziert werden.
 
Die Pläne aus Brüssel stoßen in Deutschland auf Kritik: „Von den jährlich verfügbaren 188 Milliarden Kubikmetern Wasser werden in Deutschland nur 2,7 Prozent durch die öffentliche Wasserversorgung verbraucht“, sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser und Abwasser beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW), der „Welt“.
 
„Deutschland benötigt keine zusätzlichen Regelungen zur Steigerung der Wassereffizienz von Gebäuden“, sagt Energieexpertin Ingrid Vogler vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. „Im Interesse von Grundeigentümern und Mietern sollte Berlin rasch handeln“, sagt Gerold Hapag, Umweltexperte beim Eigentümerverband Haus & Grund.
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