AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Baltic Dry Index funkt SOS

Der Baltic Dry Index ist auf Rekord-Tief gefallen – noch unter die Marke kurz nach der Lehman-Pleite 2008. Experten wiegeln ab: Alles halb so schlimm? – Auch die anderen Schiffsklassen vor Untergang.


von Michael Mross

Seit Wochen fällt der Baltic Dry Index. In 31 Handelstagen ist der Index ununterbrochen im freien Fall. Allein die Abwärtsbewegung von  rund 66% in 31 Handelstagen sprechen eine klare Sprache. Noch schlimmer: der BDI ist nominell auf dem tiefsten Stand seit 22 Jahren und inflationsbereinigt auf Rekordtief. Der BDI ist damit auch  tiefer als 2008, als die aktuelle Geldsystemkrise ihren ersten Höhepunkt erreichte.

Zur Erinnerung: In Hochzeiten, im Sommer 2008 notierte der BDI bei fast 12000 Punkten. Aktuell sind wir auf dem Tiefstand von 662 Punkten. Noch im Oktober notierte der Index übrigens bei über 2000 Punkten. Kein Alarmzeichen?


Baltic Dry Index: Steiler Absturz seit Sebtember 2011


Experten wiegeln gleichwohl ab: alles halb so schlimm. Es gibt Überkapazitäten, Lagerhaltung der Chinesen sei Schuld usw. Das Handelsblatt zitiert einen gewissen Burkhard Lemper vom Bremer Institut für Seewirtschaft und Logistik (ISL). Dieser führt die kurzfristigen Schwankungen vor allem auf das Verhalten chinesischer Produzenten zurück. „Bis Dezember hat es einen Sondereffekt gegeben,  weil die Chinesen vor allem ihre Eisenerz-Lager aufgefüllt haben,“ sagt er. „Dieses antizyklische Verhalten hat dazu geführt, dass die Preise für Frachtraten bis Dezember 2011 überraschend gestiegen sind. Seit Januar ist dieser Zwischenboom zu Ende,“ sagt er.

Alles nur Blabla? Überkapazitäten oder nicht. Der Absturz ist gravierend. Der BDI galt immer schon als Indikator für die Wirtschaftsentwicklung. Es sollte wirklich überraschend sein, wenn der Index dieses Mal nur Müll anzeigt und praktisch überhaupt keine Aussagekraft hat.

Besonders für zyklische Werte an der Börse wie Thyssenkrupp oder  Klöckner könnte der Index durchaus eine Aussagekraft haben, was man an der Kursentwicklung der beiden Werte beobachten kann. Sie gehen praktisch parallel zum BDI nach Süden.

Auch wenn der BDI nicht mehr die Aussagekraft früherer Zeiten haben mag – die Dynamik des Kollapses ist schon beachtlich. Und der neue erreichte Tiefpunkt spricht eine eigene Sprache. Man muss schon sehr optimistisch sein, zu meinen, dass dieser Index dieses Mal gar keine Auswirkungen auf die Wirtschaft hat bzw. nicht die wirtschaftliche Aktivität spiegelt.

Außerdem darf man bei der Betrachtung des BDI nicht außer Acht lassen, dass alle anderen Krisenparameter ebenfalls in der roten Zone sind:

  • Hunderte Milliarden geparkt bei EZB
  • Bankenmißtrauen auf dem Höhenpunkt
  • Notenbanken kaufen Billionen an Staatsanleihen in Eurozone und USA
  • Goldpreis wieder in Richtung 1900
  • Notenbanken pumpen heimlich Geld in marode Banken
  • Kreditklemme bei Finanzinstituten weltweit
  • Portugal mit Rekordzinsen
  • Und nicht zuletzt: Auch die anderen Schiffsklassen saufen ab.


Capesize taucht ab

Nicht nur der BDI ist im freien Fall, sondern auch die Frachtraten für die anderen Schiffsklassen ebenfalls: Der Frachtpreis für einen Tag der Schiffsklasse Capesize fiel auf 5327 Dollar. Das Hoch lag bei über 233000 Dollar. – Nach Angaben aus Schiffahrtskreisen fahren die Frachter damit unterhalb ihrer Betriebskosten, der bei rund 7400 Dollar pro Tag liegt. Mit Abschreibung, Finanzierung und Zinsen belaufen sich die Kosten laut einer Studie von JP-Morgen aber auf rund 19000 Dollar pro Tag.

Wenn dieses Geld nicht rein kommt, dann ist das nächste Bankenproblem programmiert, denn die meisten Schiffe sind kreditfinanziert. Mitten drin dabei natürlich mal wieder die Commerzbank mit ihrer Tochter "Deutsche Schiffsbank". Blessing hat zwar angekündigt, sich von der Schiffsfinanzierung zu verabschieden - allerdings laufen die alten Kredite derzeit natürlich noch weiter. Ob unter den gegenwärtigen Umständen das Geld wieder rein kommt, dürfte ungewiss sein.

Man kann diese Krisenparameter natürlich alle ignorieren. Und man kann auch sagen, dass der BDI kaum eine Aussagekraft hätte. Aber man muss schon sehr ignorant sein, hier keinen Zusammenhang zu erkennen. Aber vielleicht ist das alles nur einen Fata Morgana und morgen wird wieder alles gut.

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse
Zoll beschlagnahmt immer mehr Cannabis aus Nordamerika

In Europa wird immer mehr illegales Cannabis aus den Vereinigten Staaten und Kanada beschlagnahmt. Darauf weist die Europäische Drogenbehörde Euda in einer internen Warnmeldung an die Mitgliedstaaten [ ... ]

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) kritisiert die Ausgaben von Nehmerländern im Länderfinanzausgleich.

"Es kann nicht sein, dass wir uns verschulden, während andere Länder [ ... ]

Wetterlage führt zu vielen Unfällen und Ausfällen

Glatteisregen im Osten und Nordosten und Schnee im Süden hat am Montagmorgen zu vielen Unfällen und Ausfällen gesorgt.

Betroffen waren laut Wetterdienst insbesondere noch Teile der Bundesländer [ ... ]

Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen über eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) warnen Verbände vor dem Scheitern und fordern Union und SPD zu mehr Tempo auf.

Der Präsident [ ... ]

Deutschland wäre auf einen möglichen Angriff mit Chemiewaffen nur mangelhaft vorbereitet. Das geht aus einer neuen "Risikoanalyse" des Bundesinnenministeriums hervor, wie die "Bild" schreibt.

In [ ... ]

Kassen wollen Arztbesuche mit Rezepte-App reduzieren

In der Debatte um eine bessere Steuerung der Patienten im Gesundheitswesen streben die gesetzlichen Krankenkassen die Einführung eines digitalen Navigators vor, der in bestimmten Fällen ohne jeden [ ... ]

Bundesweit sind knapp 8.000 Asylbewerber untergetaucht. Das meldet die "Bild" (Montagausgabe) unter Berufung auf eine Umfrage bei den Landesregierungen.

Demnach gelten derzeit mindestens 7.624 registrierte [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.