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GR-Pleite bei Banken eingepreist?

Bankaufseher Röseler warnt vor Schattenbanken. "Wir müssen solche Risiken im Finanzsystem systematisch untersuchen, damit wir sie rechtzeitig erkennen". - Eine mögliche Pleite Griechenlands könne der deutsche Bankensektor  verkraften.

 

Der oberste deutsche Bankenaufseher Raimund Röseler warnt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" vor Schattenbanken, die ein großes Risiko für das Finanzsystem darstellen würden. Weder die Definition noch das Geschäftsgebaren von sogenannten Schattenbanken sei eindeutig zu greifen. Der Sektor sei zudem völlig intransparent und gerade deshalb potentiell gefährlich, sagte Röseler, der seit Juni 2011 bei der Finanzaufsicht Bafin den Bereich Banken leitet.
 
Besonders die Off-Shore-Zentren hat Röseler dabei im Blick. "Wir müssen solche Risiken im Finanzsystem systematisch untersuchen, damit wir sie rechtzeitig erkennen", so Röseler. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Montag für eine Regulierung der Schattenbanken ausgesprochen, zu denen Hedgefonds und die auch als Heuschrecken bezeichneten Private-Equity-Gesellschaften zählen.

Eine mögliche Pleite Griechenlands könne der deutsche Bankensektor nach Meinung Röselers verkraften. "Sollte  Griechenland als Sonderfall pleitegehen, erwarte ich, dass dieses Ereignis von den Banken bereits als ein mögliches Szenario berücksichtigt ist." Zudem sagte Röseler, dass die europäische Bankenaufsicht Eba für 2013 einen weiteren Stresstest für den europäischen Bankensektor durchführen werde, dann allerdings mit einer neuen Ausrichtung.
 
Was eine mögliche Griechenland-Pleite für den Euro bedeutet, darüber machte Röseler keine Angaben. Experten gehen davon aus, dass ein Pleite Athens den Wert des Euros beinträchtigen könnte und die Gemeinschaftswährung dadurch abgewertet würde - weil dadurch unkontrollierbare Domino-Effekte entstünden.
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