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EZB-Geldflut treibt Gold und Silber rauf

Gold auf 3-Monatshoch, Silber auf 5-Monatshoch.  Umfragen von Bloomberg zufolge wird die EZB abermals die Geldschleusen öffnen und den europäischen Banken heute weitere 470 Mrd. Euro zur Verfügung stellen.

 

von Commerzbank Commodity Research

Gold steigt im Vorfeld des neuen 3-Jahres-Tenders der EZB heute Morgen auf über 1.790 USD je Feinunze und damit den höchsten Stand seit Mitte November. Umfragen von Bloomberg zufolge wird die EZB abermals die Geldschleusen öffnen und den europäischen Banken heute weitere 470 Mrd. Euro zur Verfügung stellen. Der erste 3-Jahres-Tender der EZB im Dezember hatte ein Volumen von 489 Mrd. Euro. Sollte der Betrag höher ausfallen, dürfte Gold die psychologisch wichtige Marke von 1.800 USD je Feinunze überwinden.

Unterdessen hat die Vereinigung der russischen Goldproduzenten für Januar im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Goldproduktion um 19% auf 9 Tonnen berichtet. Diese absolut betrachtet und saisonal bedingt geringe Produktion sollte aller Voraussicht nach nicht auf den Weltmarkt gelangen, sondern zur Diversifizierung der Währungsreserven im Land verbleiben.

Silber sprang gestern um mehr als 4% nach oben und handelt heute Morgen auf einem 5-Monatshoch von mehr als 37 USD je Feinunze. Das Edelmetall profitiert dabei von Zuflüssen in ETFs, die ihre Bestände nahezu auf das höchste Niveau seit Anfang Mai ausweiteten. Zugleich ist Silber dank seines hybriden Charakters – Werterhalt sowie Partizipation an einem Wirtschaftsaufschwung – attraktiv. Das viel beachtete Gold/Silber-Verhältnis ist daher auf gut 48 und somit den niedrigsten Wert seit Ende September gefallen.

Trotz der berfürchteten Geldflut durch die EZB konnte der Euro sein erhöhtes Niveau gegen Dollar verteidigen und notiert bei gut 1,34. Händler sind gespannt, welche Auswirkungen der 3-Jahres-Tender der EZB auf die Gemeinschaftswährung haben wird.

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