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Sonderabgabe für Kinderlose

In ihrem Ansinnen, den Untertanen immer mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, sind Politiker bekanntlich trickreich. Abstauberplakete und Klima-Abgaben reichen offenbar nicht mehr. Jetzt sind die Kinderlosen dran, obwohl sie bereits deutlich höhere Steuern zahlen als Verheiratete.

 

Die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Dorothee Bär, hat die umstrittene Sonderabgabe für Menschen ohne Kinder verteidigt. Es handele sich dabei nicht um eine „Strafsteuer für Kinderlose“, sagte Bär gegenüber der ZEIT-Beilage „Christ & Welt“, es gehe darum, „die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen.“ Die jungen Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion hätten auf eine wichtige politische Aufgabe aufmerksam gemacht, so die stellvertretende CSU-Generalsekretärin.
 
„Paare, die bereit sind, Kinder zu erziehen (…) zahlen Beiträge für den Erhalt der sozialen Sicherungssysteme und ziehen auch noch künftige Beitragszahler groß“, erklärte Bär, die auch stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union Deutschlands ist. Es sei daher nur fair, darüber nachzudenken, wie Eltern angemessen finanziell entlastet werden können. Der Staat müsse Rahmenbedingungen schaffen, damit Paaren das Ja zu Kindern erleichtert werde.
 
In der vergangenen Woche hatten Unionsabgeordnete um den sächsischen Parlamentarier Marco Wanderwitz gefordert, Kinderlose ab 25 Jahren mit einem Prozentsatz ihres Einkommens zu belasten. Die Abgabe solle nach Anzahl der Kinder gestaffelt werden. Kinderlose sollen voll zahlen, Eltern mit einem Kind die Hälfte, Eltern mit mehreren Kindern nichts.
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