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Polleit: Ende des Papiergeldes naht

Thorsten Polleit: Ende des Papiergeldes naht. „Der Papiergeldstandard ist ein planwirtschaftliches System. Es wird zerfallen, weil es den Marktgesetzen zuwiderläuft.“ Der Erosionsprozess verlaufe exponentiell, Papiergeld könne in drei Jahren schon Vergangenheit sein.


Thorsten Polleit,  Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH, warnt vor steigender Inflation und prognostiziert das Ende des Papiergeldes. „Die EZB ist auf Inflationskurs“, sagt Polleit im Gespräch mit der WirtschaftsWoche.

Die Europäische Zentralbank werde alles tun, um Staatsbankrotte zu verhindern. „Sie hat den Banken billiges Zentralbankgeld geliehen, damit sie damit höher verzinsliche Anleihen der Krisenländer kaufen und deren Zinsen nach unten drücken.“ Sollten die Banken nicht mehr mitspielen, erwartet Polleit, dass die EZB in großem Stil selbst Staatsanleihen – auch von privaten Investoren - kaufen und mit neu gedrucktem Geld bezahlen wird.

Das blähe die Geldmenge auf. Polleit: „Im Papiergeldsystem kann die Zentralbank, wenn es politisch gewollt ist, Hyperinflation in sechs Sekunden produzieren!“ Anleger, die Geld halten, seien die Verlierer. „Schon jetzt büßt das Papiergeld seine Funktion als Mittel zur Wertaufbewahrung mehr und mehr ein“, so der Ökonom.

Seine Prognose: „Der Papiergeldstandard ist ein planwirtschaftliches System. Es wird zerfallen, weil es den Marktgesetzen zuwiderläuft.“ Der Erosionsprozess verlaufe exponentiell. Polleit: „Man weiß es nicht mit Gewissheit, aber in drei Jahren könnte der Papiergeldstandard, wie wir ihn kennen, bereits Vergangenheit sein.“
 
In der Börsen-Zeitung äußerte sich Polleit ebenfalls zum Thema: Die "Euro-Krise" ist im Kern eine Geldsystemkrise, die nicht nur den Euroraum, sondern auch alle anderen bedeutenden Währungsräume erfasst hat. Das "Papiergeldsystem" gehe dem Ende entgegen.
Ein "Hyperinflationsgewitter" als Folge der staatlichen Euro-Rettungsmaßnahmen beschwor Barclays-Chefvolkswirt Thorsten Polleit. Die Geldentwertung sei unausweichlich, da die Zentralbanken weiterhin die Zinsen auf niedrigstem Niveau fixieren werden und durch permanente Eingriffe an der "Defacto-Verstaatlichung des Banken-Refinanzierungsmarktes" arbeiteten.
Ein "Hyperinflationsgewitter" als Folge der staatlichen Euro-Rettungsmaßnahmen beschwor Barclays-Chefvolkswirt Thorsten Polleit. Die Geldentwertung sei unausweichlich, da die Zentralbanken weiterhin die Zinsen auf niedrigstem Niveau fixieren werden und durch permanente Eingriffe an der "Defacto-Verstaatlichung des Banken-Refinanzierungsmarktes" arbeiteten.
Ein "Hyperinflationsgewitter" als Folge der staatlichen Euro-Rettungsmaßnahmen beschwor Barclays-Chefvolkswirt Thorsten Polleit. Die Geldentwertung sei unausweichlich, da die Zentralbanken weiterhin die Zinsen auf niedrigstem Niveau fixieren werden und durch permanente Eingriffe an der "Defacto-Verstaatlichung des Banken-Refinanzierungsmarktes" arbeiteten.

Ein "Hyperinflationsgewitter" als Folge der staatlichen Euro-Rettungsmaßnahmen sei wahrscheinlich. Die Geldentwertung sei unausweichlich, da die Zentralbanken weiterhin die Zinsen auf niedrigstem Niveau fixieren werden und durch permanente Eingriffe an der "Defacto-Verstaatlichung des Banken-Refinanzierungsmarktes" arbeiteten.

Sein Fazit: "Nach jeder Währungsreform war man mit Sachwerten besser gestellt als mit Papiergeld."

Hinweis: wir hatten zuvor ursprünglich geschrieben "Chefvolkswirt der britischen Investmentbank Barclays Capital in Deutschland". Thorsten Polleit ist dort jedoch nicht mehr tätig und ist jetzt Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH.

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