US-Strafzölle auf E-Autos aus EU?

EU-Kreise: US-Handelsministerium konkretisiert Autozölle – Zoll nur auf E-Autos als eine von drei Optionen

 

Das US-Handelsministerium konkretisiert im transatlantischen Handelsstreit die Strafzölle auf Autos. Der Untersuchungsbericht enthalte drei Optionen, berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf EU-Kreise.

„Die erste Variante ist ein Zoll von zehn Prozent,“ heißt es in den Kreisen. Damit würden die USA mit der EU gleichziehen.

„Die zweite Option sind Zölle, die sich auf technisch fortschrittliche Wagen wie E-Autos und deren Komponenten beschränken würden.“

Der Strafzoll von 25 Prozent, wie er im ursprünglichen Bericht als einzige Option genannt wurde, ist immer noch nicht vom Tisch. Er wird als dritte Option genannt.

Das US-Handelsministerium wird den Untersuchungsbericht nach dem so genannten Kapitel 232 voraussichtlich am 17. Februar vorstellen. Danach hat US-Präsident Donald Trump 90 Tage Zeit, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Im N ovember war in Washington bereits eine erste Fassung des Berichts zwischen den Ministerien zirkuliert, der jedoch auf heftige Kritik stieß.

Beamte des Handelsministeriums konnten die Berechnungen des Modells nicht nachvollziehen. Der überarbeitete Bericht enthält nun neue Berechnungen. Die zuständigen Ministerien hatten im November den Hinweis erhalten, dass sich der Präsident vorbehalte, die Zölle unabhängig von der internen Prüfung anzukündigen. Dies hatte auf beiden Seiten des Atlantiks die Erwartung geschürt, dass die USA noch vor Weihnachten Autozölle verhängen würden.

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