Russland gehört zu Europa

Jürgen Todenhöfer schreibt: "Eine engere Partnerschaft mit Russland wäre die sicherste aller denkbaren ‪Friedensgarantien‬ für Europa. Alle größenwahnsinnigen Herrscher, die das vergaßen - von Napoleon bis Hitler -, sind kläglich gescheitert. Es ist richtig: ‪Russland‬ gehört nicht zur ‪EU‬, aber es gehört zu ‪Europa‬."



Schreiben von Ex-Bundestagsabgeordneten Friedensaktivisten Jürgen Todenhöfer:

Krieg ist ein Verbrechen, egal wer ihn beginnt oder provoziert. Es ist die verdammte Pflicht von Putin, Obama, der EU und den ukrainischen Konfliktparteien, Krieg zu vermeiden. Zum Beispiel durch Wiederbelebung der vor einer Woche von beiden Seiten akzeptierten Friedensvereinbarung, die vorgezogene Wahlen vorsah. Sie war am Tag danach durch radikale Kräfte gekippt worden. Auf einer Gipfelkonferenz könnte sie aktualisiert und international garantiert werden.

Gleichzeitig sollten die USA und die EU ihr Verhältnis zu Russland neu definieren. Es ist Mode geworden, Russland und Putin zu dämonisieren. Nicht erst seit Kiew oder Sotschi. Westliche Politiker gefallen sich darin, in Macho-Manier vor der Nase Moskaus die Herren der Welt zu spielen. Das ist nicht nur dumm, sondern, wie man sieht, auch gefährlich. Jede zündelnde Zockerei muss jetzt aufhören.

Ich habe mich als Bundestagsabgeordneter 18 Jahre lang kritischer als die meisten meiner Kollegen mit der Sowjetunion auseinandergesetzt. Die sowjetische Führung erklärte nach meinem heimlichen Marsch ins russisch besetzte Afghanistan öffentlich, sie werde mich "auspeitschen und erschießen lassen", wenn sie mich erwische.

Doch das ist Vergangenheit. Auch wenn einige westliche Politiker es noch immer nicht merken. Heute sollten wir im Interesse unseres Landes, Europas und des gesamten Westens Russland als PARTNER behandeln. Dieses Russland, das den Sowjetkommunismus abgeschüttelt hat und das Deutschland die friedliche Wiedervereinigung ermöglichte.

Wir sollten über den Tellerrand westlicher Selbstgefälligkeit und Selbstüberschätzung blicken. Eine Partnerschaft mit Russland - unter Beibehaltung des europäisch-amerikanischen Bündnisses - hätte geostrategisch nur Vorteile. Nicht nur in Asien - gegenüber China. Auch im Mittleren Osten. Ohne die aggressive Politik des Westens könnte Russland seinen Nachbarn gegenüber viel gelassener auftreten. Zum Beispiel gegenüber der Ukraine und hoffentlich auch gegenüber Tschetschenien.

Wirtschaftlich wäre ein Freihandelsabkommen mit Russland eine Riesenchance für beide Seiten. Russland ist an Bodenschätzen wahrscheinlich das reichste Land der Welt.

Russland ist kein lupenreiner Rechtsstaat. Das darf uns nicht gleichgültig sein. Aber sind die USA nach Guantanamo und dem NSA-Skandal noch ein lupenreiner Rechtsstaat?

Könnten wir gegenüber Russland nicht auf "Wandel durch Annäherung" setzen, wie wir das in den 70er Jahren mit Erfolg taten? Könnten wir Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zur Abwechslung nicht einfach mal vorleben, statt unseren Gegnern ständig den erhobenen Zeigefinger unter die Nase zu halten? Wir kämen dadurch wahrscheinlich viel weiter als durch Konfrontation oder pharisäerhafte moralische Belehrungen. Die nimmt dem Westen nach seinen mörderischen Lügenkriegen in Afghanistan und Irak ohnehin niemand mehr ab.

Eine engere Partnerschaft mit Russland wäre die sicherste aller denkbaren Friedensgarantien für Europa. Alle größenwahnsinnigen Herrscher, die das vergaßen- von Napoleon bis Hitler- sind kläglich gescheitert. Es ist richtig: Russland gehört nicht zur EU, aber es gehört zu Europa.


PS: Eigentlich waren wir schon einmal fast so weit. Vor 13 Jahren erhob sich der Deutsche Bundestag nach einer Rede Putins und spendete ihm lang anhaltenden Beifall. Beide Seiten haben viel Zeit verloren. Und viel nachzuholen.

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