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Deutschland wird von Frankreich in den Schuldenstrudel gezogen

Frankreich sitzt auf einem Schuldenberg von mehr als 3,5 Billionen Euro. Die Zinsen steigen, die Wirtschaft wächst kaum und die Politik ist gelähmt. Gerät Paris ins Rutschen, wird Deutschland kaum am sicheren Ufer bleiben.

Von Meinrad Müller

Die Nachrichtenagentur Reuters warnte am 7. Juli 2026

Ohne strenge Haushaltsführung könnten Frankreichs Staatsschulden bis 2050 auf mehr als 200 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung steigen.

Schon heute entsprechen die Schulden etwa 117 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Zinsausgaben könnten sich bis 2029 der Marke von 100 Milliarden Euro nähern. Dann wäre der Schuldendienst der größte Ausgabenposten im französischen Haushalt.

Leben wie Gott in Frankreich

Paris schiebt das Sparen auf, müsste dringend seine Ausgaben senken und seine Wirtschaft stärken. Doch das Parlament ist zerstritten, Vor der Präsidentschaftswahl 2027 möchte kaum eine Partei den Bürgern Einschnitte zumuten. Jeder weiß, dass gespart werden muss. Aber niemand möchte die harte Wahrheit hören.

Großbank warnt vor Frankreich

Auch die amerikanische Großbank Morgan Stanley wird nervös. Sie rechnet damit, dass französische Staatsanleihen gegenüber deutschen Papieren weiter an Wert verlieren. Frankreich muss seinen Geldgebern bereits höhere Zinsen anbieten als Deutschland. Der Abstand wächst. Anleger verlangen mehr Geld, weil sie das Risiko höher einschätzen. Der französische Staat galt lange als sicherer Schuldner im Herzen Europas. Dieser Ruf bekommt nun Risse.

Deutschland soll den Rettungsring werfen

Gerät Frankreich in Schwierigkeiten, werden in Brüssel schnell neue Gemeinschaftslösungen erfunden. Dann geht es um gemeinsame Schulden, Hilfsprogramme oder weitere Käufe französischer Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank.

Doch Frankreich ist nicht wie Griechenland im Krisenjahr 2010. Seine Wirtschaft ist etwa zehnmal so groß, und das Land gehört zu den wichtigsten Volkswirtschaften Europas. Einen französischen Schuldenbrand könnte Deutschland nicht mit einigen Hilfsmilliarden löschen. Gerät Frankreich ins Wanken, wankt der gesamte Euro.

Das Wort Solidarität klingt freundlicher als Haftung.

Zahlen muss am Ende trotzdem jemand. Deutsche Banken, Versicherungen und Versorgungskassen besitzen französische Staatspapiere. Verlieren diese an Wert, entstehen auch hierzulande Verluste. Steigende Zinsen würden zudem Kredite, Baufinanzierungen und staatliche Schulden verteuern.

Frankreich macht die Schulden. Deutschland soll dafür geradestehen, denn wir sind ja beste Freunde. Das wurde schließlich 1963 so beschlossen.

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

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