DIHK: Diesel-Fahrverbote kosten 20 Milliarden Euro

Diesel-Fahrverbote würde Autobesitzer mindestens 20 Mrd. Euro kosten. Wer in Städte fahren will, müsste sich ein neues Auto kaufen. Gleichzeitig verlieren Diesel-Autos enorm an Wert.

 

Diesel-Fahrverbote in deutschen Innenstädten würden Pkw-Halter und Unternehmen nach Berechnungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Milliarden kosten.

Fahrverbote oder erweiterte Umweltzonen wären dafür zwar eine effektive, zugleich jedoch eine wenig nachhaltige und auch die kostspieligste Lösung, sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks der "Welt" (Freitagsausgabe) über mögliche Maßnahmen zur Stickoxidreduzierung in den Kommunen.

Selbst bei konservativer Schätzung würden Halter mit Kosten von 20 Milliarden Euro für eine Neuanschaffung ihrer Fahrzeuge belastet.

"Da drei Viertel aller gewerblichen Fahrzeuge mit Diesel angetrieben werden, würden insbesondere Unternehmen schwere Belastungen durch Fahrverbote drohen", so Dercks.

"Bundesregierung, Hersteller und Kommunen müssen daher ihre Anstrengungen zur Nachbesserung von Diesel-Pkw intensivieren und zugleich gemeinsam innovative Lösungen für nachhaltige Mobilität in Städten entwickeln. Das kann Verkehrsbeschränkungen vermeiden."

Nachhaltig seien Umweltzonen und Fahrverbote nach Ansicht des DIHK darüber hinaus kaum: Ihre Wirkung - der vorgezogene Fahrzeugaustausch - sei nach wenigen Jahren kaum noch messbar. Beim Tausch von Dieselfahrzeugen gegen gleichaltrige Benziner, würde zwar die NO2-Belastung sinken, jedoch gleichzeitig die Emissionen anderer Abgase - wie Kohlendioxid (CO2) und Kohlenmonoxid (CO) - steigen, heißt es in der Analyse.

Da Dieselfahrzeuge im Schnitt 15 Prozent weniger CO2 ausstießen, könnten Fahrverbote und ein Schwenk auf Otto-Motoren für den Klimaschutz nachteilig ausfallen. "Im für die Luftqualität und Klimaschutz besseren Fall würden alte Diesel-Fahrzeuge gegen neue Fahrzeuge getauscht. Dieser Vorzieheffekt behält allerdings nur solange Wirkung, wie die natürliche Erneuerung der Fahrzeuge ohne Verbot ein vergleichbares Niveau erreicht", heißt es in der Analyse des DIHK.

In Deutschland werden jedes Jahr etwa vier Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Auch ohne Fahrverbote oder Blaue Plakette werde sich der Anteil der Fahrleistung von Fahrzeugen mit Schadstoffklasse Euro 3 bis Euro 5 deshalb schon nach vier Jahren mehr als halbieren. Fahrverbote seien auch angesichts der aktuellen Dimension der Überschreitung von Schadstoffgrenzwerten ein überzogener Schritt, sagte Hauptgeschäftsführer Dercks.

"2017 wurden in Städten die niedrigsten Werte für Feinstaub und Stickstoffdioxid seit Beginn der Aufzeichnung gemessen. Nach den vorläufigen Ergebnissen lag die Belastung in Orten mit zu hohen Werten im Schnitt um sechs Prozent niedriger. Setzt sich dieser Trend fort, können nach DIHK-Berechnungen zwei Drittel aller betroffenen Städte die Luftqualitätsstandards im Jahr 2020 einhalten." Was allerdings kein Anlass sei, auf weitere Verbesserungen der Luftqualität zu verzichten.

Videos:

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2017 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.