Weniger EZB-Milliarden für Banken?

Die EZB hat noch nicht darüber entschieden, wie viele Milliarden an zinsgünstigen Refinanzierungskrediten sie in dieser Woche den Banken anbieten wird. "Wie groß das Volumen des zweiten Geschäfts wird, steht noch nicht fest". - Euro-Stabilisierung auch mit weniger Hilfe möglich.

 

Die EZB hat noch nicht darüber entschieden, wie viele Milliarden an zinsgünstigen Refinanzierungskrediten sie in dieser Woche den Banken anbieten wird. "Wie groß das Volumen des zweiten Geschäfts wird, steht noch nicht fest", sagte EZB-Direktor Jörg Asmussen dem Handelsblatt.
 
Im Dezember hatte die EZB den Banken dreijährige Refinanzierungskredite zu extrem niedrigen Zinsen im Umfang von 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um der Gefahr einer Kreditklemme entgegen zu wirken. Damals stellte EZB-Chef Mario Draghi eine zweite Tranche in ähnlichem Umfang in Aussicht. Diese zweite Tranche kommt am Mittwoch auf den Markt.

"Das erste dreijährige Refinanzierungsgeschäft hatte, soweit man es heute schon beurteilen kann, positive Auswirkungen", sagte Asmussen am Rande des Gipfels der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Mexiko. Die Gefahr einer K! reditklemme sei heute deutlich geringer als im Dezember. "Beide Refinanzierungsgeschäfte sind nicht Teil der Standardmaßnahmen und daher temporär", sagte er. "Die Durchführung des zweiten Refinanzierungsgeschäfts sollte nicht automatisch die Erwartung wecken, dass wir es ein drittes und viertes Mal tun werden", sagte Asmussen. "Die die EZB verpflichtet sich nie im Vorhinein zu irgendeiner Aktion", sagte er.

Asmussen trat dem Eindruck entgegen, dass die EZB mit den Liquiditätshilfen für die Banken für jene Stabilisierung des Eurosystems sorgt, für die der Euro-Rettungsschirm EFSF aus Sicht vieler Marktteilnehmer nicht ausreicht. "Die Verantwortung für die Rettungsschirme liegt bei den Staaten. Notenbanken können Regierungshandeln nicht ersetzen", sagte er.

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