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Quarter-life crisis

Lebenskrise in jungen Jahren hängt häufig mit Berufs- Frust zusammen – „Bore-out“ bei jungen Arbeitnehmern häufiger als „Burn-out“. Die Behandlung sei darauf auszurichten, „dass sich der Patient noch einmal auf den Weg macht“.


Psychologen und Psychiater registrieren eine Zunahme von Fällen sogenannter „Quarter-life crisis“, wie das Nachrichtenmagazin FOCUS berichtet. Der Begriff, den der Londoner Forscher Oliver Robinson geprägt hat, bezeichnet eine Lebenskrise im Alter zwischen 25 und 35, die stark von Enttäuschung über das berufliche Tätigkeitsprofil und das mangelnde Fortkommen im Job geprägt ist.

Psychiater und Klinikleiter Wolfgang Merkle aus Frankfurt am Main sagte FOCUS, er behandle regelmäßig unterforderte Menschen mit einem „Bore-out-Syndrom“. Die Patienten gingen zunächst „wegen der typischen Symptome“ zum Arzt – etwa Unruhe, depressive Verstimmung, Ohrgeräusche, Antriebsstörung, Selbstwertprobleme, Schlaflosigkeit. Stelle sich heraus, dass sie „in einer Sackgasse“ steckten und chronisch gelangweilt seien, versucht Merkle, die Behandlung darauf auszurichten, „dass sich der Patient noch einmal auf den Weg macht“.

Einzelne Studien und Umfragen lassen laut FOCUS den Schluss zu, dass „Bore-out“ eher jüngere Arbeitnehmer und diese häufiger als „Burn-out“ betrifft. So gaben in einer Umfrage der Dortmunder Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 14 Prozent der Befragten an, sich hinsichtlich ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten unterfordert zu fühlen. Nur fünf Prozent litten unter Überforderung.

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