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D-Schulden explodieren wegen Euro-Rettung

Euro-Rettung treibt die deutsche Staatsschuld in die Höhe. Insgesamt dürften die Staatsschulden dieses Jahr um 57 Milliarden auf 2,137 Billionen steigen, so das IfW. Damit steige die Schuldenquote von 80,9 auf 81,6 Prozent.


Die Euro-Krise verhagelt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäubles (CDU) Pläne zum Abbau der Staatsverschuldung. Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das Handelsblatt (Donnerstagausgabe) zeigen, dass der Schuldenstand im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung dieses Jahr sogar wieder steigen wird. „Bis 2013 wird die Euro-Rettung den Schuldenstand um 85 Milliarden Euro erhöhen“, sagte IfW-Finanzexperte Jens Boysen-Hogrefe.

Insgesamt dürften die Staatsschulden dieses Jahr um 57 Milliarden auf 2,137 Billionen steigen, so das IfW. Damit steige die Schuldenquote von 80,9 auf 81,6 Prozent. Sie liegt damit weit über dem im Maastricht-Vertrag und im neuen Fiskalpakt festgelegten Schwellenwert von 60 Prozent. „Wenn nichts schiefgeht, könnte Deutschland diese Schwelle in zehn bis zwölf Jahren wieder einhalten“, sagte Boysen-Hogrefe.

Nicht nur die Milliarden, welche in die Euro-Rettung fließen, belasteten in jüngster Zeit die Staatsschulden. Auch die Rettung der Banken kostet viel Geld. Am stärksten schlugen in dem Bereich die Verstaatlichung der HRE und die Teilverstaatlichung der Commerzbank zu Buche. In beien Fällen haftet der Staat damit auch für etwaige Kreditausfälle oder Schuldenschnitte, wie jüngst bei Griechenland.
 
Große Probleme gibt es auch bei den Landesbanken. Unter den großen privaten Finanzhäusern hat bisher nur die Deutsche Bank auf Staatsgelder verzichtet.
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