Fiskus schnüffelt in deutsche Auslandkonten

Fiskus erhält tiefe Einblicke in deutsche Auslandkonten

 

Der deutsche Fiskus erhält immer mehr Informationen über Auslandskonten von Bundesbürgern. Schätzungsweise 4,5 Millionen Datensätze sind beim Bundeszentralamt für Steuern zum diesjährigen Stichtag am 30. September 2018 eingegangen, berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf Informationen aus dem Bundesfinanzministerium.

Damit erhält der Fiskus ungefähr dreimal so viel Kontodaten wie vor zwölf Monaten, als der Informationsaustausch über Finanzkonten mit über 100 Ländern zum ersten Mal stattfand.

Mit dem sogenannten Automatischen Informationsaustausch (AIA), den noch der frühere Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Jahr 2014 vereinbart hatte, wollen die Finanzbehörden Steuerhinterziehern auf die Schliche kommen, die Erträge im Ausland verstecken.

Allerdings räumt das Bundesfinanzministerium gegenüber der WirtschaftsWoche ein, dass die automatisch e Weiterleitung der Kontodaten vom Bundeszentralamt an die zuständigen Landesfinanzämter aus technischen Gründen erst Anfang 2019 beginnen kann.

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