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Esken will Rolle von Frauen bei Sondierungen stärken


Friedrich Merz, Markus Söder, Matthias Miersch am 07.03.2025, über dts NachrichtenagenturDie SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken hat davor gewarnt, dass Frauen und ihre Themen in den Sondierungsgesprächen zwischen Union und SPD nicht zu kurz kommen dürften. "Ich lasse mir die Notwendigkeit von Feminismus nicht ausreden", sagte Esken dem "Stern" anlässlich des Internationalen Frauentags. Im Moment verhandelten ihr Co-Vorsitzender Lars Klingbeil und sie mit CDU und CSU, die zunächst sechs Männer und keine Frau zu den Gesprächen hätten schicken wollen. "Ich bin sehr wachsam, dass wir die Rolle der Frauen in diesen Verhandlungen stärken und klarmachen, dass auch unsere Themen wichtig sind", sagte die Sozialdemokratin. Auf die Frage, was anders wäre, wenn es in der Politik mehr Frauen gäbe, antwortete die SPD-Chefin: "Sehr vieles - die Art, wie miteinander gesprochen wird und worüber."

Ihrer Erfahrung nach seien Frauen stärker an der Sache orientiert. "Einige Männer sind für das Politikgeschäft einfach oft zu emotional", so Esken. Sie spüre das in jeder Runde, wo Frauen und Männer "ausnahmsweise" gleichermaßen vertreten seien. Da verstärke sich der Blick auf Alltagsthemen wie die Zuverlässigkeit von Kitas, den Zustand von Schulen, aber auch Gewalt gegen Frauen. Esken wünscht sich Parität im Parlament, damit sich darin die Realität abbilde. "Damit der Bundestag ein Spiegelbild der Gesellschaft ist, müssen Frauen nicht nur den halben Kuchen bekommen, sondern die halbe Bäckerei", so die SPD-Chefin.

Foto: Friedrich Merz, Markus Söder, Matthias Miersch am 07.03.2025, über dts Nachrichtenagentur

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