E-Zigaretten sind längst in der Gesellschaft angekommen und vor allem für Raucher interessant, die sich langfristig von der klassischen Kippe verabschieden wollen.
Sie funktioniert ohne Verbrennung und Tabak, dafür mit Erhitzung und Liquid. Wie die elektronische Rauchversion funktioniert und ob sie wirklich für jeden geeignet ist, schauen wir uns nachfolgend genauer an.

Das steckt hinter der E-Zigarette
Im Kern geht es bei der E-Zigarette darum, eine Flüssigkeit zu verdampfen, ohne dass etwas brennt. Der Dampf entsteht durch elektrisch erzeugte Hitze. Dadurch fehlen viele Verbrennungsprodukte, die beim Rauchen von Tabak entstehen. Genau dieser Unterschied gilt als Hauptargument für den Wechsel.
Auf dem Markt existieren sehr unterschiedliche Geräte. Lange Zeit dominierten Einweg-Vapes, die nach dem Leeren entsorgt werden. Inzwischen setzen viele Hersteller auf Systeme mit austauschbaren und mehrfach nutzbaren Pods. Ein bekanntes Beispiel ist die Elfbar Elfa, bei der leere Pods ersetzt werden, während das Gerät selbst weiterverwendet wird. Technisch bleibt das Prinzip gleich, nur die Art der Nutzung und der Abfall unterscheiden sich.
Drei Bauteile sind zum Vapen nötig
Jede E-Zigarette besteht im Grunde aus drei Elementen, die zusammenarbeiten.
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Für die Energie sorgt ein Akku, der im Akkuträger verbaut ist oder (je nach Gerät) vor dem Vapen eingesetzt wird.
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Die erzeugte Energie wird an einen Verdampfer weitergegeben, der sich erhitzt, sobald das Gerät aktiviert wird.
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Im Verdampfer sitzt eine kleine, von Watte umgebene Spirale. Dieses Material nimmt das Liquid auf und transportiert es zur Heizfläche.
Sobald die Spirale warm wird, verdampft das aufgesogene Liquid und wird als Aerosol eingeatmet. Das Mundstück dient lediglich dazu, den Dampf in den Mundraum zu leiten.
Je nach Modell sind diese Teile fest verbaut oder lassen sich austauschen. Das Zusammenspiel bleibt jedoch immer gleich und sorgt dafür, dass kein offenes Feuer nötig ist.
So werden Liquids hergestellt
Liquids bestehen aus nur wenigen Grundstoffen. Die Hauptbestandteile sind Propylenglykol und pflanzliches Glycerin. Diese beiden Stoffe bestimmen, wie dicht der Dampf wirkt und wie stark der Geschmack wahrgenommen wird. Hinzu kommen Aromastoffe, die für die jeweilige Geschmacksrichtung sorgen. Optional wird Nikotin in unterschiedlichen Konzentrationen beigemischt oder eben ganz weggelassen.
Die Herstellung erfolgt unter kontrollierten Bedingungen, da die genaue Mischung einen nicht unbedeutenden Einfluss auf das Dampfverhalten und die Verträglichkeit hat. Fertige Liquids werden industriell abgefüllt und unterliegen in vielen Ländern gesetzlichen Vorgaben. Diese betreffen unter anderem die maximale Nikotinstärke und die Kennzeichnung der Inhaltsstoffe.
Tipp: Selbstgemischte Liquids sind grundsätzlich ebenfalls möglich, setzen jedoch fortgeschrittenes Wissen über eine korrekte Dosierung und die nötige Hygiene voraus.
Harm-Reduction statt gesundes Rauchen
Der Umstieg auf die E-Zigarette wird häufig mit dem Begriff Schadensminderung beschrieben. Gemeint ist damit nicht, dass das Inhalieren von Dampf als gesund gilt, sondern dass bestimmte Risiken im Vergleich zur Tabakzigarette geringer ausfallen können. Da kein Tabak verbrannt wird, entstehen weniger der bekannten Verbrennungsstoffe wie Teer oder Kohlenmonoxid. Trotzdem bleibt Nikotin ein suchterzeugender Stoff, der den Körper beeinflusst. Auch die langfristigen Folgen des Dampfens werden weiterhin wissenschaftlich untersucht. Der Wechsel wird daher meist als Zwischenschritt gesehen, besonders für Menschen, die den vollständigen Ausstieg aus dem Nikotinkonsum anstreben oder zumindest die Belastung reduzieren möchten.
E-Zigaretten sind keine Tabakerhitzer
Oft werden E-Zigaretten mit Tabakerhitzern verwechselt, obwohl beide Systeme unterschiedlich funktionieren. Bei einem Tabakerhitzer wird echter Tabak auf eine Temperatur gebracht, bei der kein offenes Feuer entsteht, aber dennoch Tabakdampf freigesetzt wird. Der Nutzer inhaliert dabei also weiterhin Bestandteile des Tabaks.
Die E-Zigarette arbeitet hingegen ohne Tabak. Stattdessen wird ein Liquid verdampft, das unabhängig von pflanzlichen Bestandteilen ist. Dadurch unterscheiden sich sowohl die Inhaltsstoffe als auch der Geruch und das Nutzererlebnis. Wer zwischen beiden Systemen wählen möchte, sollte diesen Unterschied kennen, da er für die Bewertung von Risiken und für persönliche Vorlieben eine wichtige Rolle spielt.



