Die Künstliche Intelligenz hat viele Branchen erobert - unter anderem auch die Spielewelt. Doch statt Begeisterung ruft ihr Einsatz bei vielen Gamern zunehmend Frust hervor.
Es sind verzerrte Bilder und unpassende Grafiken, die dafür sorgen, dass KI in aktuellen Produktionen mehr Ärger verursachen als Fortschritt bringen. Die zwei prominentesten Beispiele sind: „Call of Duty: Black Ops 7“ und „Anno 117“.
KI-Einsatz im Gaming: Wenn das hilfreiche Werkzeug zum Störfaktor wird
Künstliche Intelligenz - KI - ist im Bereich Gaming eigentlich kein neues Thema. Bereits in den 1990er-Jahren galt sie als die neueste technologische Errungenschaft. So etwa, wenn der Gegner im Spiel Deckung gesucht hat. Oder auch, wenn der Gegner taktisch vorgehen wollte. Diese Form der KI hat zu Beginn für Staunen gesorgt. Die Spieler waren durchaus begeistert, was alles möglich war.
Heute ist die Situation jedoch eine ganz andere. Die Spieler empfinden die generative KI in vielen aktuellen Titeln mehr störend als gewinnbringend. Es werden schlecht gerenderte Gesichter, unlogische Details oder unpassend eingefügte grafische Elemente sowie fragwürdige Dialoge kritisiert. Es sieht aktuell tatsächlich so aus, als würde die KI keine Bereicherung sein, sondern nur eingesetzt werden, um Geld und Zeit zu sparen. All das natürlich auf Kosten der Qualität. Besonders deutlich wird diese Entwicklung, wenn man sich das Spiel „Call of Duty: Black Ops 7“, ansieht.
Fakt ist: Die KI kann ein Segen sein. Etwa im Bereich Online Casino. In den aktuell besten Trustly Casinos werden dann individuelle Angebote und Boni erstellt. Die KI überprüft auch das Spielverhalten und schlägt Alarm, wenn sich dieses negativ verändert. Hier wird versucht, das Erlebnis des Spielers positiv zu beeinflussen. Bei „Call of Duty: Black Ops 7“ oder „Anno 117“ wurde hingegen auf Zeit- und Kostenersparnis geblickt.
„Anno 117“: Gelobt, gefeiert und trotzdem unter KI-Kritik
Der Titel „Anno 117“ steht für die bekannte Aufbau-Serie in einem historischen Setting, bei dem mit überarbeiteten Mechaniken gearbeitet wird. Für seine Atmosphäre und sein strategisches Design gab es ausgesprochen viel Lob. Auch wenn es im Multiplayer-Bereich zu Beginn kleinere Verbindungsprobleme gab, so mag das Spiel eines der stärksten europäischen Produktionen der vergangenen Jahre sein.
Umso überraschender war es für viele, als dann auf einmal auf den Ladebildschirmen und Dialoghintergründen generative KI-Bilder aufgetaucht sind. Dabei fielen sofort die typischen Fehler auf: Gesichtszüge, die ungleichmäßig waren, falsche Proportionen, extrem künstliche Details. Der Publisher hat auf die Kritik im Netz reagiert und sich wie folgt geäußert: „Dieses Bild war ein Platzhalter, der unbeabsichtigt durch unseren Überprüfungsprozess gerutscht ist.“ Doch diese Darstellung überzeugte viele Gamer nicht, auch weil andere Artworks erwiesenermaßen von etablierten Künstlern stammten, die an gefeierten Titeln wie „Horizon Forbidden West“, „God of War“ oder „Middle-Earth: Shadow of War“ mitgewirkt hatten.
„Black Ops 7“: Generative Grafiken sorgten für Unmut
Schon im Vorgänger von „Call of Duty: Black Ops 7“, nämlich in „Black Ops 6“, machte ein kurioser Fehler die Runde: Ein Zombie-Weihnachtsmann hatte sechs Fingern. Ein Fehler, den man leicht korrigieren hätte können, aber ignoriert wurde. Ein Paradebeispiel für Nachlässigkeit, das in der Community für Hohn und Unverständnis gesorgt hat.
In „Black Ops 7“ haben die Entwickler dann noch mehr auf generative Systeme gesetzt. Insbesondere KI-basierte Plakate und Scorecard-Grafiken haben für Diskussionen gesorgt. Der eigenartige gelbliche Farbton, der sich wie ein Film über die Bilder legte, wurde im Netz schnell unter dem ironischen Schlagwort „Pissfilter“ verbreitet.
Wie schlechte KI-Bilder den Weg in große Produktionen finden
Innerhalb der Branche wird derzeit darüber diskutiert, ob der zunehmende Einsatz generativer KI nur auf unabsichtlich getätigte Fehler oder tatsächliche Absicht zurückzuführen ist. Einige Experten sind der Meinung, die Publisher würden bewusst minderwertige Bilder implementieren, damit sich das Publikum langsam an generierte Inhalte gewöhnt. Was anfangs an eine Verschwörung erinnert, ist aber gar nicht neu: Lootboxen, Mikrotransaktionen und bezahlte DLCs wurden ebenfalls zu Beginn heftig kritisiert, bevor sie sich als Standard etablierten.
Hinzu kommen auch noch technische Probleme, die die Spieler immer wieder erleben: ruckelnde Animationen, fehlerhafte Modelle oder instabile Titel. Das liegt an Zeitdruck, den hohen Produktionskosten und der anspruchsvollen Arbeit mit Engines wie der Unreal Engine 5.
KI sollte eine Chance sein und nicht die Kreativität ersetzen
Trotz der Kritik darf man an dieser Stelle aber nicht übersehen, welches Potenzial generative Systeme tatsächlich besitzen. Sie können nicht nur Welten lebendiger machen, sondern auch Produktionsprozesse beschleunigen, neue Levelstrukturen ermöglichen und auch kreative Ansätze ergänzen. Wie in der Filmbranche gilt aber auch hier, dass die KI ein Werkzeug ist und nicht der Ersatz eines menschlichen Teams. Sobald sie genutzt wird, damit künstlerische Arbeit reduziert und nicht unterstützt wird, verliert sie ihren Wert.



