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Bahn macht zumindest operativ wieder Gewinn


Die Deutsche Bahn (DB) hat im Geschäftsjahr 2025 zumindest im operativen Geschäft wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro gestiegen, das operative Konzernergebnis (EBIT bereinigt) hat sich um 630 Millionen Euro auf plus 297 Millionen Euro verbessert, wie der Staatskonzern am Freitag mitteilte.

Unter dem Strich bleibt das Jahresergebnis in der Bilanz nach Steuern aber mit minus 2,3 Milliarden Euro deutlich negativ. Unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Schenker-Verkauf erzielte der DB-Konzern einen Jahresüberschuss von 5,3 Milliarden Euro.

"Zufriedenheit wäre fehl am Platz", sagte DB-Chefin Evelyn Palla am Freitag. "Erst wenn wir wieder nachhaltig Jahresüberschüsse erwirtschaften und Investitionen aus eigener Kraft stemmen können, sind wir am Ziel."

Alle Geschäftsfelder mit Ausnahme von DB Cargo haben 2025 jedoch bereits ein positives operatives Ergebnis erreicht. Die Netto-Finanzschulden sind per 31. Dezember 2025 um 11,9 Milliarden Euro auf rund 20,7 Milliarden Euro gesunken. Der Grund laut Bahn: Die Erlöse aus dem Verkauf von DB Schenker wurden wie geplant vorrangig für den Schuldenabbau eingesetzt. "Bei Umsatz und operativem Ergebnis hat die DB 2025 einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Eine Trendwende zeichnet sich ab. Besser ist aber noch nicht gut genug", sagte Palla.

Vor allem zwei Sondereffekte haben 2025 das DB-Ergebnis beeinflusst: der vollzogene Verkauf von DB Schenker und eine Wertminderung bei DB Fernverkehr. Letztere hat zu einer hohen Abschreibung geführt. Die vom DB-Konzern fortgeführten Geschäftsbereiche verzeichneten einen Jahresfehlbetrag von 2,3 Milliarden Euro. Eine Abschreibung in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro bei DB Fernverkehr belastete das Jahresergebnis stark. Grund für die Wertminderung waren laut Bahn geringere Umsatzerwartungen der Sparte DB Fernverkehr. Auch aufgrund der Streckung der Generalsanierungen bis 2036 erholen sich der Zustand der Infrastruktur und die Pünktlichkeit langsamer. Dies wirke sich unmittelbar negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung von DB Fernverkehr aus, so der Staatskonzern.

Die Brutto-Investitionen sind nach Bahn-Angaben 2025 erheblich auf einen neuen Rekord von rund 22 Milliarden Euro gestiegen. Allein rund 19 Milliarden Euro flossen davon in die Infrastruktur. Die eigenfinanzierten Netto-Investitionen des DB-Konzerns lagen mit rund 5,9 Milliarden Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres. In diesem Jahr investieren Bund und Bahn über 23 Milliarden Euro in die Infrastruktur. 2026 sei "das Jahr des Umbaus und des Aufbruchs", so die DB-Chefin. "Wir bauen die DB um, um schneller und kundenorientierter zu handeln. Wir reduzieren intern konsequent unsere Bürokratie. Weniger Bürokratie ist ein Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit."

Die Transportbereiche der DB haben 2025 wirtschaftlich schon etwas besser abgeschnitten als in den Vorjahren. DB Regio hat sein positives operatives Ergebnis auf insgesamt 191 Millionen Euro gesteigert. Auch DB Regio Straße mit seinen Busgesellschaften hat seit acht Jahren zum ersten Mal wieder einen operativen Gewinn eingefahren. DB Fernverkehr ist 2025 beim bereinigten operativen Ergebnis mit 45 Millionen Euro (Vorjahr: minus 96 Millionen Euro) zurück in die schwarzen Zahlen gefahren. Umsatz und Verkehrsleistung sind nach Bahn-Angaben auf ein neues Rekordniveau gestiegen, bleiben jedoch aufgrund der infrastrukturellen Rahmenbedingungen "hinter den Erwartungen zurück", wie es hieß.

Die Zahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr des DB-Konzerns ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 1,93 Milliarden gewachsen. Die Verkehrsleistung hat um 2,7 Prozent auf rund 87 Milliarden Personenkilometer zugelegt.

DB Cargo verbuchte 2025 teils deutliche Leistungs- und Umsatzrückgänge. Das operative Ergebnis verbesserte sich auch durch Sanierungsmaßnahmen um 350 Millionen Euro, blieb aber noch leicht negativ. DB Cargo müsse 2026 einen Sanierungsplan "mit sehr harten Einschnitten konsequent umsetzen", teilte die Bahn am Freitag mit.

Foto: Reisende im Bahnhof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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