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Holzeinschlag deutlich gesunken - Schadholzaufkommen halbiert


Im Jahr 2025 sind in den deutschen Wäldern insgesamt 57,3 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen worden. Damit lag der Holzeinschlag 6,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 61,2 Millionen Kubikmetern, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte.

Der Rückgang war vor allem auf den stark gesunkenen Schadholzeinschlag (Holzeinschlag aufgrund von Waldschäden) zurückzuführen. Im Jahr 2025 wurden 12,7 Millionen Kubikmeter Schadholz eingeschlagen, das entspricht einem Rückgang um 53,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 27,3 Millionen Kubikmeter). Nach dem Rekordjahr 2020, in dem mit 60,1 Millionen Kubikmetern das höchste Schadholzaufkommen seit Beginn der Zeitreihe 1990 verzeichnet wurde, geht der Schadholzeinschlag damit zum fünften Mal in Folge zurück. Sein Anteil am gesamten Holzeinschlag sank damit im Jahr 2025 auf 22,1 Prozent. 2020 lag er noch bei knapp drei Vierteln (74,8 Prozent).

Im Jahr 2025 wurden 7,9 Millionen Kubikmeter Schadholz aufgrund von Insektenschäden eingeschlagen. Das war gut die Hälfte (53,1 Prozent) weniger als im Vorjahr (2024: 16,8 Millionen Kubikmeter) und gut vier Fünftel (81,8 Prozent) weniger als im Rekordjahr für Schadholzeinschlag 2020 (43,3 Millionen Kubikmeter). Weitere nennenswerte Ursachen für Schadholzeinschlag waren Trockenheit sowie Winde und Stürme. Auch diese Kategorien verzeichneten deutliche Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr: Der durch Trockenheit bedingte Schadholzeinschlag sank von 2,5 Millionen Kubikmetern im Jahr 2024 um 27,7 Prozent auf 1,8 Millionen Kubikmeter in 2025. Der durch Winde und Stürme verursachte Schadholzeinschlag fiel von 3,5 Millionen Kubikmetern im Vorjahr auf 1,2 Millionen Kubikmeter - ein Rückgang von 66,7 Prozent.

Insgesamt wurden 32,4 Millionen Kubikmeter Holz der Holzartengruppe "Fichte, Tanne Douglasie und sonstiges Nadelholz" im Jahr 2025 eingeschlagen. Dies bedeutet einen Rückgang um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 37,7 Millionen Kubikmeter) sowie 48 Prozent gegenüber dem auch für diese Holzartengruppe bedeutendsten Einschlagjahr 2020. Fichtenholz bleibt dennoch die am häufigsten verfügbare Holzart. Mit deutlichem Abstand folgen Kiefern- und Lärchenholz mit 13,2 Millionen eingeschlagenen Kubikmetern sowie Holz der Holzartengruppe "Buche und sonstiges Laubholz" mit 9,9 Millionen Kubikmetern. An Eichen- und Roteichenholz wurden 1,9 Millionen Kubikmeter eingeschlagen.

Der deutlich geringere Holzeinschlag im Vergleich zu den durch Borkenkäferbefall geprägten Jahren 2020 und 2021 - sowohl beim insektenbedingten Schadholz als auch beim Fichtenholz - deutet darauf hin, dass ein Großteil der geschädigten Bäume bereits in den Vorjahren gefällt und dem Wald entnommen wurde. Fichtenbestände gelten als besonders anfällig für Schädlingsbefall, insbesondere wenn sie zuvor bereits durch Trockenheit oder andere Faktoren geschwächt wurden.

Der Großteil des eingeschlagenen Holzes findet als sogenanntes Stammholz Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie, etwa als Paletten- oder Parkettholz. Im Jahr 2025 wurden 32 Millionen Kubikmeter und damit 55,9 Prozent der angefallenen Holzmenge mit dem Verwertungsziel Stammholz eingeschlagen. Etwa 11,8 Millionen Kubikmeter (20,6 Prozent) wurden als Industrieholz zur Verwendung in der Holzwerkstoffindustrie beziehungsweise Papier- und Zellstoffindustrie vorgesehen. Zur Energiegewinnung wurden 10,7 Millionen Kubikmeter (18,7 Prozent) genutzt.

Foto: Holzstämme im Wald (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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