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SPD will im Rahmen des Sparpakets Kassenzahl senken


Die SPD will im Rahmen des Sparpakets für die gesetzliche Krankenversicherung auch die Zahl der Kassen senken. "Wir benötigen keine 93 gesetzlichen Krankenkassen", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben).

"Weniger Kassen bedeuten weniger Doppelstrukturen, mehr Effizienz und eine schlankere Verwaltung - das ist ordnungspolitisch sinnvoll und gesundheitspolitisch geboten", argumentierte er. "Die deutliche Reduzierung der Kassenzahl ist richtig und überfällig."

Allerdings sei das zwar ein wichtiger Schritt, aber nur ein Teil der Lösung. "Die finanziellen Herausforderungen der gesetzlichen Krankenversicherung lösen wir damit nicht", so Pantazis.

Der eigentliche Ausgabendruck entstehe in den verschiedenen Bereichen der Versorgung, nicht in der Verwaltung. Es müsse nun darum gehen, die Treiber der Ausgabendynamik anzugehen und Effizienzpotenziale zu heben, sagte der SPD-Politiker. "Nur mit diesem Gesamtansatz wird es gelingen, die gesetzliche Krankenversicherung nachhaltig zu stabilisieren - finanziell wie strukturell."

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat aktuell keine Pläne, die Zahl der Kassen zu reduzieren. Sie hatte den Zeitungen gesagt: "Das ist eine strukturelle Frage, die nicht kurzfristig geklärt werden kann." Es seien auch nicht alle Krankenkassen miteinander vergleichbar. Dennoch werde sich wahrscheinlich die Finanzkommission in ihrem zweiten Bericht damit beschäftigen, kündigte die Ministerin an.

Foto: Christos Pantazis (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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