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Umfrage: Jeder vierte Befragte nutzt KI für Gesundheitsfragen


Eine Umfrage des Beratungsunternehmens EY legt nahe, dass knapp ein Viertel der Befragten lieber Künstliche Intelligenz nutzt, statt zum Arzt zu gehen. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).

Erhoben wurden die Ergebnisse im Rahmen des "AI Sentiment Index 2026 - Fokusthema Wellbeing". Weltweit wurden laut EY rund 18.000 Menschen in 23 Ländern befragt, 1.000 davon in Deutschland.

Hierzulande hat der Erhebung zufolge jeder zweite Befragte (54 Prozent) in den vergangenen Monaten entsprechende Anwendungen genutzt. Fast jeder vierte Befragte (23 Prozent) gab an, in den vergangenen sechs Monaten KI-Anwendungen mit dem Ziel genutzt zu haben, schnell an Gesundheitsinformationen zu kommen, ohne zum Arzt gehen zu müssen. Ein Fünftel der Befragten (20 Prozent) nutzte KI wie den Chatbot ChatGPT mit dem Ziel, eigene Symptome zu analysieren. Auch für die mentale Gesundheit griffen zahlreiche Befragte hierzulande auf die Technologie zurück: 14 Prozent der Befragten gaben an, dass sie derartige Tools für Gespräche über das eigene Befinden verwendeten und sich den Programmen anvertrauen. Jeder zehnte Befragte (10 Prozent) verwende KI, um die Hinweise in Beipackzetteln von Medikamenten zu verstehen.

Im Vergleich zu anderen Nationen zeigte sich laut EY jedoch, dass die Nutzung von KI in Gesundheitsfragen in Deutschland weniger ausgeprägt sei als in anderen Ländern. Weltweit liege der Nutzungsdurchschnitt bei 62 Prozent. Besonders häufig werde KI im Zusammenhang mit medizinischen Fragestellungen in Indien (90 Prozent) und China (89 Prozent) genutzt. Japan bilde mit 42 Prozent das Schlusslicht des Panels.

Allerdings fehle vielen Deutschen mit Blick auf KI noch das tiefere Verständnis. Während die Mehrheit der Befragten hierzulande zwar KI für Gesundheitsfragen nutze, gab nur etwas mehr als ein Viertel der Befragten (28 Prozent) an, Künstliche Intelligenz an sich gut zu verstehen und sinnvoll einsetzen zu können. Deutschland liegt damit unter dem internationalen Durchschnitt von 34 Prozent. Besonders hoch sei das KI-Verständnis nach eigener Einschätzung dagegen in Indien (67 Prozent) und Saudi-Arabien (48 Prozent). Zu den Ländern mit den niedrigsten Werten zählten Japan (15 Prozent) sowie Deutschland gemeinsam mit China und Schweden (jeweils 28 Prozent).

Besonders offen zeigten sich die Bundesbürger mit Blick auf KI auch in Hinsicht auf Prävention und Vorsorge: Knapp jeder zweite Befragte (46 Prozent) hält die Technologie für nützlich, wenn es darum gehe, automatisch Check-ups, Vorsorgeuntersuchungen oder Rezepte beim Arzt zu bekommen. Etwas mehr als ein Drittel der Befragten (37 Prozent) sieht Nutzen in der Analyse genetischer Daten zur Vorhersage von Risiken für bestimmte Erkrankungen. Ein ähnlicher Anteil der Befragten (34 Prozent) hält KI für hilfreich bei der Prognose oder Früherkennung von Krankheiten, bevor diese ausbrechen.

Foto: Junge Frau mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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