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WHO erklärt Hantavirus-Ausbruch für beendet


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Hantavirus-Ausbruch für beendet erklärt. "Heute hat die letzte Kontaktperson einer Person, die auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius dem Hantavirus ausgesetzt war, ihre Quarantänezeit beendet, wurde negativ getestet und ist nach Hause zurückgekehrt", erklärte WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Seit dem 25. Mai wurden keine weiteren Fälle gemeldet. Daher betrachtet die WHO den Hantavirus-Ausbruch als beendet."

Die Gesamtzahl der Fälle im Zusammenhang mit diesem Ausbruch beläuft sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weiterhin auf 13, darunter drei Todesfälle. Mehr als 650 Kontaktpersonen wurden von den Gesundheitsbehörden in 33 Ländern und Gebieten identifiziert und nachverfolgt.

Tedros bedankte sich bei den Ländern für ihre Unterstützung. Insbesondere Spanien habe bei der sicheren Ausschiffung und Rückführung der Passagiere und der Besatzung auf Teneriffa "unglaubliche Solidarität gezeigt".

Die WHO will nun mit einer Studie unter Beteiligung von 21 Ländern besser verstehen, wie sich die Krankheit entwickelt. Die Studie soll die Entwicklung von Diagnostika, Therapeutika und Impfstoffen für zukünftige Ausbrüche unterstützen.

Hantaviren sind zoonotische Viren, die natürlicherweise bei Nagetieren vorkommen und gelegentlich auf den Menschen übertragen werden. Eine Infektion beim Menschen kann zu schweren Erkrankungen und häufig zum Tod führen, wobei die Krankheitsverläufe je nach Virustyp und geografischem Standort variieren. In Amerika führt eine Infektion bekanntermaßen zum Hantavirus-induzierten (kardio-)pulmonalen Syndrom (HCPS), einer schnell fortschreitenden Erkrankung, die Lunge und Herz befällt, während Hantaviren in Europa und Asien bekanntermaßen das Hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom (HFRS) verursachen, das vor allem die Nieren und Blutgefäße betrifft.

Es gibt bislnag keine spezifische Behandlung, die Hantavirus-Erkrankungen heilt. Daher ist eine frühzeitige unterstützende medizinische Versorgung entscheidend für die Verbesserung der Überlebenschancen. Als Präventionsmaßnahme nennt die WHO, den Kontakt zwischen Menschen und infizierten Nagetieren zu reduzieren.

Foto: Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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