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Dax dreht am Mittag ins Plus - Druck auf EZB steigt


Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturDer Dax ist am Dienstag nach einem schwachen Start bis zum Mittag in den grünen Bereich gedreht. Gegen 12:40 Uhr wurde der Index mit rund 20.285 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Sartorius, Rheinmetall und SAP, am Ende die Deutsche Bank, Eon und FMC. Die Nachricht, dass die jährliche Inflation im Euroraum zuletzt weiter zugelegt hatte, sorgte noch nicht für große Negativbewegungen an der Börse.

Allerdings seien es "unangenehme Nachrichten für die EZB", dass die Inflationsrate im Dezember von 2,2 Prozent auf 2,4 Prozent gestiegen ist, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank-Gruppe. "Der Währungsraum lahmt und die Zinsen sollten deshalb runter, doch die Inflationsentwicklung spricht eine andere Sprache. Dass die Inflationsrate zum Jahresende 2024 steigen würde, war zu erwarten, doch die Teuerungsrate klettert weiter nach oben." "Kummer bereiten einmal mehr die Dienstleistungspreise", fügte Gitzel hinzu. "Die Dienstleistungspreise steigen gegenüber dem Vorjahresmonat im gemeinsamen Währungsraum um vier Prozent. Im Vormonat waren es noch 3,9 Prozent." Die bereits veröffentlichten deutschen Verbraucherpreise legten einen stärkeren Anstieg der Dienstleistungspreise nahe. "Die schwache konjunkturelle Entwicklung dürfte für die EZB als Problemfeld schwerer wiegen als der Inflationsanstieg", so der Ökonom. "Gerade deshalb werden die europäischen Währungshüter am 30. Januar die Leitzinsen erneut um 25 Basispunkte senken - auch wenn sich dies in Anbetracht des Teuerungsanstiegs zunächst einmal nicht gut anfühlt." Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag stärker: Ein Euro kostete 1,0413 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9603 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 76,88 US-Dollar; das waren 58 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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