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Dax startet leicht im Plus - Nervosität am Rentenmarkt steigt


Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturDer Dax ist am Mittwoch mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Gegen 9:30 Uhr stand der Index bei rund 23.530 Punkten und damit 0,2 Prozent über dem Handelsschluss am Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Adidas, Bayer und SAP, am Ende die Münchener Rück, die Deutsche Bank und die Hannover Rück. Der September mache seinem Namen als schlechtester Börsenmonat des Jahres alle Ehre, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets.

"Nicht nur hat die Schwankungsbreite im Dax durch den gestrigen Tag spürbar zugenommen, auch die implizite Volatilität steigt." Wenn professionelle Investoren anfangen, eine höhere Volatilität einzupreisen, dann sei etwas im Busch. "Tatsächlich gibt es konkreten Anlass zur Sorge." "Der Schuh drückt von der Anleiheseite her", so Stanzl. "Zum einen ist da der Anstieg der Renditen am US-Rentenmarkt. Die USA könnten bald juristisch gezwungen sein, Zolleinnahmen von über 170 Milliarden US-Dollar wieder zurückzuzahlen. Ein US-Berufungsgericht erklärte große Teile der US-Zölle für rechtswidrig." Zum anderen rumore es im Nachbarland Frankreich. "Anleger fürchten einen Regierungssturz. Die Eurozone käme ins Wanken, wenn die Finanzen der zweitgrößten Volkswirtschaft vom Internationalen Währungsfonds stabilisiert werden müssten." Anleger werfen französische Staatsanleihen auf den Markt, die Renditen steigen auf den höchsten Stand seit 2009. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1610 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8613 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 68,87 US-Dollar; das waren 27 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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