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Dax startet vor EZB-Entscheid mit leichten Gewinnen


Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit leichten Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.620 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Deutsche Börse, Zalando und SAP, am Ende Rheinmetall, Eon und die Hannover Rück.

Eines der Themen des Tages ist der Zinsentscheid der EZB. Der Großteil der Experten geht davon aus, dass die europäische Notenbank die Zinspause fortsetzen wird.

Darüber hinaus steigt die Unsicherheit unter den Anlegern. "Wir haben es aktuell mit einem extrem unsicheren und nervösen Markt zu tun", sagte Thomas Altmann, von QC Partners. Die politischen Risiken seien ohnehin hoch. Die Sorgen vor den teuren Bewertungen insbesondere des KI-Sektors wachsen. "Und der sichere Hafen der Edelmetalle wirkt plötzlich nicht mehr sicher."

"Viele fliehen aktuell aus Risiko-Assets. Von denen, die auf Kredit gekauft haben, werden einige jetzt zu Liquidationen gezwungen", so Altmann. "Alternativ müssen andere Assets verkauft werden, um die Nachschusspflichten zu erfüllen. So erreicht die Verkaufswelle plötzliche große Teile des gesamten Marktes."

Beim Dax war der gestrige Handelstag der bislang umsatzstärkste in diesem Jahr. Das zeige, dass sich gestern viele Anleger von Aktien getrennt haben, sagte der Marktanalyst. "Es zeigt aber auch, dass sich mit gewissen Kursabschlägen weiterhin Käufer finden." Es sei gut möglich, dass sich diese Kaufschwelle schrittweise nach unten verlagere. Solange es kaufwillige Anleger gebe, sei ein Durchfallen nach unten aber unwahrscheinlich.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1806 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8470 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 68,33 US-Dollar; das waren 113 Cent oder 1,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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