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Investoren fordern Kurskorrektur vom neuen Vonovia-Chef


Unmittelbar vor der bevorstehenden Vorlage der Jahreszahlen des Dax-Konzerns Vonovia haben wichtige Investoren und Aktionärsvertreter den neuen Vorstandschef Luka Mucic zu Kurskorrekturen aufgefordert. Nach einer Umfrage des "Handelsblatts" (Mittwochausgabe) unter institutionellen Anlegern und Aktionärsschützern sieht eine Mehrheit dringenden Handlungsbedarf bei den Themen Schuldenabbau und mehr finanzielle Stabilität für den größten deutschen Immobilienkonzern.

"Die wichtigste Aufgabe für Luka Mucic wird sein, die Verschuldung zu reduzieren und sich operative Spielräume für das Business zu schaffen", sagte Andreas Thomae, Spezialist Corporate Governance bei der Fondsgesellschaft Deka. Auch andere institutionelle Investoren sehen Handlungsbedarf. "Es kann nicht sein, dass Vonovia ein Derivat auf den Leitzins ist", kritisierte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Die hohen Schulden würden "wie Blei auf den Schultern des Konzerns liegen". Seine Forderung an den neuen Chef sei klar: "Mucic muss das Thema Verschuldung neu adressieren."

Ähnlich äußert sich auch die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. "Wir als SdK und der Kapitalmarkt erwarten von Luka Mucic vor allem, dass er die finanzielle Stabilität von Vonovia weiter stärkt", sagte SdK-Sprecher Daniel Vos. Entscheidend sei, "die Passivseite so robust aufzustellen, dass das Unternehmen auch bei kurzfristigen Marktschocks liquide bleibt und keine Notverkäufe mehr tätigen muss".

Andere Großanleger wünschen sich mehr Klarheit bei der Kommunikation der Strategie. "Vonovia hat seine Geschäftsaktivitäten in der Vergangenheit über das klassische Immobiliengeschäft hinaus erweitert und bildet dies auch in seinen vom allgemeinen Standard abweichenden Kennzahlen ab", sagte Hendrik Schmidt, Governance-Experte der DWS. Der neue Vorstandschef müsse darauf achten, "dass die Equity-Story weiter verstanden wird".

Foto: Vonovia (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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